Medien machen Schule: 4. Klasse recherchierte im Tierheim Wau-Mau-Insel

Spannende Exkursion mit der Gelegenheit zum Recherchieren: Die Klasse 4 a der Ernst-Abbe-Schule in Kaufungen besuchte das Kasseler Tierheim Wau-Mau-Insel und lernte die Hunde Romy und Lencsi kennen. Fotos:  Koch

Kassel. Das war doch mal eine spannende Pressekonferenz: Die Fragen an Karsten Plücker, den Leiter des Kasseler Tierheims Wau-Mau-Insel, sprudelten nur so hervor und zwischendurch durften die eifrigen Nachwuchsjournalisten sogar die drei zutraulichen Hunde Zeno, Tigi und Cora streicheln.

Welches sind wohl die gefährlichsten Tiere im Tierasyl, wollten die Kinder wissen. Wer hätte mit dieser Antwort gerechnet: „Die Katzen“, sagt Plücker: Wenn die wild und ängstlich seien und sich mit Bissen und Kratzen zur Wehr setzten, dann könne das für die Helfer sehr gefährlich werden. Hundebisse kämen dagegen ganz selten im Tierheim vor. Die Kinder machten große Augen.

Von Langeweile keine Spur, wenn man als Reporter im Tierheim unterwegs ist, befanden die Schüler der Klasse 4 a der Ernst-Abbe-Schule in Oberkaufungen. Sie hatten sich mit ihrem Klassenlehrer Matthias Pengel bereits zum Auftakt des diesjährigen Projekts Medien machen Schule für das Pressegespräch am gestrigen Rosenmontag angemeldet. Sie waren gut vorbereitet.

Plücker blieb kaum Zeit zum Luftholen vor lauter Fragen, die er beantworten musste. Wie groß das Tierheim ist wollte zum Beispiel Bogdan (9) wissen: Es sind insgesamt 5000 Quadratmeter für 350 Tiere, antwortet Plücker: „Wenig Fläche für viele Tiere.“ 1500 Tiere - nicht mitgerechnet die Wildtiere, die ebenfalls gebracht werden - kommen im Lauf eines Jahres im Tierheim unter. Es sind vor allem Hunde, 650, 200 weitere Fundhunde können an ihren Besitzer zurückgegeben werden.

Karsten Plücker informierte die interessierten Schüler darüber, dass es 18 Mitarbeiter, darunter auch einen Tierarzt, im Kasseler Tierheim Wau-Mau-Insel gibt und sich der Verein vor allem durch Spenden, Erbschaften und Vermittlungsgebühren finanziert.

Vor der Pressekonferenz, die im Büro des Tierheimleiters stattfand, gab es einen ausführlichen Rundgang durch das Gelände. Als die Schüler danach mittags die Wau-Mau-Insel verließen, fühlten sie sich rundum informiert und waren ausreichend gewappnet, um sich jetzt ans Artikelschreiben zu begeben.

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