Umfrage auf dem Schulhof der IGS Kaufungen

Soziale Einrichtungen und Hilfe für Wohnungslose in Kassel

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Die Kleiderkammer der Sozialen Hilfe Panama.

Für das Projekt "medien@schule" haben sich Neuntklässler der Gesamtschule Kaufungen mit der Situation von Obdachlosen in Kassel beschäftigt und eine soziale Einrichtung besucht.

Bei der „Panama Soziale Hilfe e.V.“ handelt es sich um eine Tagesaufenthaltsstätte in der Kölnischen Straße in Kassel. Das „Panama“ wird nur mit Spenden geführt. 

Beim Frühstück mit den Wohnungslosen haben diese einiges über ihr Leben erzählt. Manche haben erzählt, dass sie sogar studiert haben.

Die Einrichtung wird von 30 Mitarbeitern und 35 Ehrenamtlichen betreut wird. Im „Panama“ können Obdachlose duschen und Kleidung erhalten. Für 1,50 Euro gibt es frisch zubereitetes Essen. Laut den Mitarbeitern brauchen die Obdachlosen aber kein Essen, sondern eher Arbeit und Obdach, weil es in Deutschland an vielen Plätzen Essen kostenlos gibt. Deshalb hilft „Panama“ auch bei der Wohnungssuche. 

Es gibt noch viele verschiedene Themenbereiche, wo die Obdachlosen unterstützt werden. So ist der Arbeitsalltag eines dort engagierten Sozialarbeiters sehr vielfältig, da hinter jedem Obdachlosen eine eigene Geschichte steht. Sie kommen aus verschiedenen Gründen auf die Straße. Viele fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. 

Oft bekommen sie keine Arbeit mehr, da viele von den Vorurteilen ,,abgeschreckt" werden, wie das sie ungebildet oder drogensüchtig wären. Für Menschen, die auf der Straße gelebt haben, ist es schwierig in den Alltag zurück zu finden.

Umfrage an der Schule:

Bei einer Umfrage in den Jahrgängen 9 und 10 waren sich die insgesamt 42 befragten 14- bis 17-Jährigen einig, wenn es um das Thema Obdachlose und dem Umgang mit ihnen geht: Ein Großteil der Schüler sagte, dass man respektvoll und freundlich mit ihnen umgehen sollte, ein kleiner Teil meinte, dass es am besten wäre, Obdachlose gänzlich zu ignorieren. 

Auf die Frage, ob sie wüssten, was Obdachlosigkeit überhaupt auslöse, kamen Antworten wie zum Beispiel. Eigenverschulden durch Spielsucht, Alkoholsucht oder aber die Schuld sei beim Staat zu suchen. Die Frage, wie denn die Schüler selbst auf Obdachlose reagieren und umgehen würden, erfolgten Antworten wie zum Beispiel: freundlich ignorieren und weitergehen und hier und da mal ein paar Cents spenden. 

Das Fazit: 

Wir sollten uns mehr für Obdachlose engagieren und ihren Stimmen Gehör geben. 

Jonas Weide, Eric Höhre,Jakob Yildiz, Minh-Phuc Huynh, Luca

Anmerkung: 268 Acht-, Neunt- und Zehntklässler haben im Rahmen des Projektes „medien@schule“ Artikel, Fotos und Videos für HNA.de erstellt. Das Projekt von Hessischer Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und der HNA findet im Rahmen von „Medien machen Schule“ statt. Es soll zeigen, wie neue Medien und soziale Netzwerke wie Facebook, Youtube, Twitter und Instagram funktionieren. Hier finden Sie weitere Artikel, die während des Projekts Medien@Schule entstanden sind.

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