Projekt "medien@schule"

Jugendliche und soziale Medien – effektive Nutzung oder unnötiges Risiko?

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Stundenlanges surfen im Internet: Jugendliche vergessen schnell mal die Zeit vor dem PC. 

Zierenberg. Stundenlanges surfen, Zeitvertreib ohne großen Aufwand, Datenbänke, die rund um die Uhr verfügbar sind. Die Zahl der abhängigen Jugendlichen steigt stetig.

Immer mehr Jugendliche verfallen dem technischen Fortschritt. Ein Leben ohne Technik; gar nicht mehr vorzustellen. Im Beruf, in der Schule, überall. Lehrer raten Schülern sich verschiedenste Apps für die Bewältigung der Hausaufgaben herunterzuladen, als wäre es eine Selbstverständlichkeit, dass jeder Jugendliche im Besitz einer solchen Gerätes steht. Für manche ist es gar nicht mehr weg zu denken. Sie benutzen es nahezu durchgängig – trotzdem wird eine Sucht meist zu spät bemerkt. 

Dies liegt daran, dass viele Jugendliche sich im Falle einer Sucht immer weiter mit ihrem Mobiltelefon zurückziehen. Wir interviewten einen älteren unserer Lehrer zum Thema soziale Medien. Seiner Meinung nach können soziale Medien nützlich sein. Zum Beispiel für das kontaktieren der Familie, Freunden oder des Sportvereins. Aber natürlich können einem auch negative Kommentare oder ähnliches hinterlassen werden. Das Internet an sich ist ein hilfreiches Instrument zur Vertiefung des Fachwissens und für Lehrer hilfreich zur Vorbereitung des Unterrichts. 

In der Schule ist Social Media eher unangebracht. In den Pausen sind die Schüler meistens am Handy und die direkte Kommunikation der Schüler unter sich lässt nach. Doch auf der anderen Seite ist zum Beispiel eine Klassengruppe, beispielsweise auf WhatsApp, sinnvoll für kurzfristige Informationsaustausche, Hausaufgaben oder Terminänderungen. 

Bei der Beachtung der Schulordnung und Einsatz unterrichtsgebundener, vom Lehrer veranlassten Aufforderungen, das Handy zu bedienen, treten selten bis nie Problematiken auf. Zu den Risiken gehört unter anderem psychosoziale Gewaltausübung. Diese kann ins Internet als sogenanntes Cyber-Mobbing verlagert werden. Es beinhaltet Beschimpfungen, ständige Kritik, bewusste Ausgrenzung, Rufschädigung, Belästigung, Drohung und Nötigung anderer Menschen oder Unternehmen mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel. 

Immer wieder werden beim Cyber-Mobbing auch virtuelle Identitäten gestohlen. Dies nennt man Identitätsdiebstahl, es werden unter fremdem Namen falsche Informationen, Beleidigungen oder kompromittierende Fotos veröffentlicht oder Geschäfte getätigt. Die Medien sind sehr verlockend für Jugendliche, trotzdem sollte es nicht übertrieben werden. Man sollte Jugendlichen Einhalt gewähren, selbst ein gutes Beispiel sein und Grenzen setzen, bevor es zur Sucht kommt. 

Insbesondere dem Cyber-Mobbing sollte man entgegenwirken, indem man zum Beispiel die Täter in den sozialen Medien meldet. Wir sprechen uns gegen Cyber-Mobbing und Identitätsdiebstahl über Social Media aus und tun das für uns mögliche um dem entgegen zu wirken.

Von Janine, Vivian, Victoria, Lisa, Jeannine (Klasse G9a, Elisabeth-Selbert-Schule Kassel)

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