Interview mit Ausbilder und Fahrer

Straßenbahnfahrer in Kassel - ein interessanter, aber auch gefährlicher Job

Kassel. Für das Projekt "medien@schule" haben Schüler mit einem Ausbilder- und Straßenbahnfahrer der KVG über seinen Arbeitsalltag und die täglichen Herausforderungen gesprochen.

Fünf Schüler der Johann Hinrich Wichern Schule haben Thomas Bornscheuer in der Depotstelle der Kasseler Verkehrsgesellschaft in Bad Wilhelmshöhe zu seinem Beruf als Straßenbahnfahrer im Stadtverkehr in und um Kassel befragt.

Kürzlich gab es in Kassel einen schweren Unfall, in den eine Straßenbahn verwickelt war. Welcher Unfall war denn der bisher schwerste im Kasseler Stadtverkehr?

Bornscheuer: Um das Jahr 1910 ist eine Bahn von der Druseltalstraße den Berg heruntergerollt und in der Kurve entgleist, wo heute die Waldorfschule steht. Es gab viele Verletzte und mehrere Tote.

Was ist die schlimmste Strecke eines Straßenbahnfahrers?

Bornscheuer: Für mich ist es zehnmal besser durch die Königstraße zu fahren, anstatt die gleiche Strecke durch die Holländische Straße zurückzulegen.

Wie kann man bei einem Unfall feststellen, ob der Straßenbahnfahrer alles richtig gemacht hat?

Bornscheuer: Die Straßenbahn haben zu 99% einen Bremswegspeicher eingebaut. Wenn ein Unfall passiert ist nimmt die Polizei den Bremswegspeicher mit und die KVG Wertet den Bremswegspeicher mit der Polizei aus.

Von wo kommen die neuen Anhänger?

Bornscheuer: Die neuen Anhänger kommen aus Rostock. Die sind aber gebracht. In der Werkstatt werden die Anhänger umgebaut und gewartet da mit die KVG die Anhänger so schnell wie möglich benutzen können.

Welche Voraussetzung muss man haben um Straßenbahnfahrer zu werden?

Bornscheuer: Man muss mindestens 21 Jahre alt sein (mit wenigen Ausnahmen auch ab 18 Jahre), brauchen einen gültigen PKW Führerschein Klasse B und mindestens eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Müssen andere Leute, die z.b. in der Fahrplanung sitzen, aber auch den Führerschein haben, öfters als Fahrer einspringen?

Bornscheuer: Ja. Es können immer Mitarbeiter krank werden und dann springen sie ein. Aber wie jeder andere Straßenbahnfahrer müssen auch diese Kolleginnen und Kollegen Prüfungen und Fahrstunden absolvieren.

Werden die Bahnen auf den Betriebshöfen verteilt, damit sie am Morgen gleich in die richtige Richtung fahren können?

Bornscheuer:

Ja, wir gucken natürlich wo und wie wir die Straßenbahnen parken, damit diese gleich für den nächsten Tag einsatzbereit sind.

Von Thomas, Lena, Evelyn, Natalie und Eysa (Schüler der Johann Hinrich Wichern Schule) für das Projekt "medien@schule"

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Lothar Koch

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