Medizin-Uni: GÖD sieht Kritik bestätigt

Kassel. Die Gewerkschaft Öffentliche Dienste und Dienstleistung (GÖD) sieht sich nach einer Mitarbeiterbefragung im Klinikum Kassel in der Ablehnung der geplanten Gründung einer Medizin-Uni bestätigt.

Während einer Betriebsversammlung im Klinikum hatte die GÖD die Mitarbeiter zur geheimen Abstimmung aufgerufen über das Vorhaben, eine private Hochschule zur Ausbildung von Ärzten in Zusammenarbeit mit der englischen Universität Southampton zu schaffen. Zwei Drittel der annähernd 100 Mitarbeiter, die sich beteiligt hatten, lehnten die Medizin-Uni ab, berichtet Heidrun Blanckenburg, Gewerkschaftsbeauftragte für das Gesundheitswesen in Nordhessen.

Da die Einrichtung der Uni Millionen koste, die Kollegen aber weiterhin zur Zukunftssicherung des Krankenhauses auf einen Teil ihres Gehalts verzichten müssten, sei die Ablehnung nachvollziehbar, sagt Heidrun Blanckenburg. Auch in der Betriebsversammlung sei dargestellt worden, dass es Krankenhäusern immer schlechter gehe, weil kein Geld für Personal da sei. Die GÖD-Betriebsgruppe werde sich deshalb weiter dafür einsetzen, diese private Hochschule zu verhindern, zumal es dafür auch kein Geld vom Land Hessen geben werde. (ach)

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