Akademisches Lehrkrankenhaus

Diakonie: Medizinstudenten aus Göttingen begrüßt

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Gestern wurden die ersten Medizinstudentinnen aus Göttingen an den Agaplesion-Diakonie-Kliniken Kassel (DKK) begrüßt: Marie-Kristin Backer-Krebs, Amelie Brendel, Sonia Ziegler und Christina Saßmannshausen (von vorn links) sowie DKK-Geschäftsführer Jens Wehmeyer, DKK-PJ-Beauftragter Dr. Hubert Sostmann, der ärztliche Direktor der DKK, Dr. Andreas Fiehn, und DKK-Geschäftsführer Prof. Ulrich Vetter (von hinten links).

Kassel. Mit strahlenden Gesichtern wurden am Montag vier Medizinstudentinnen der Georg-August-Universität Göttingen an den Agaplesion-Diakonie-Kliniken (DKK) empfangen. Sie sind die ersten Studierenden, die ihr Praktisches Jahr in dem Kasseler Krankenhaus an der Herkulesstraße absolvieren.

Es ist für die angehenden Medizinerinnen die letzte verpflichtende Station vor dem Abschluss ihres Studiums und dem Beginn ihrer Berufstätigkeit.

Der evangelische Krankenhausverbund DKK starten damit in eine neue Ära als akademisches Lehrkrankenhaus. Bis dahin sei es ein langer Weg gewesen, sagt DKK-Geschäftsführer Jens Wehmeyer. Man habe sich als Klinik um eine Zulassung beworben und Enge vergangenes Jahr grünes Licht bekommen. Später folgt eine Zertifizierung. Jetzt können sich Studierende aus der gesamten Republik für ein Praktische Jahr an den DKK bewerben. Maximal 14 werden die Kliniken aufnehmen: jeweils vier Studierende in den Abteilungen Innere Medizin, Chirurgie und Gynäkologie und Geburtshilfe sowie zwei in der Abteilung Anästhesie. Sie arbeiten in Vollzeit und erhalten dafür 400 Euro im Monat, eine Vergütung, die einheitlich geregelt ist, wie der ärztliche Direktor Dr. Andreas Fiehn erklärte.

Die Vorteile einer überschaubaren Zahl an PJ-lern liegen für die Verantwortlichen in der Klinik ebenso wie für die für Studierenden auf der Hand: „In einem Haus unserer Größe wird die Betreuung der Studierenden sehr intensiv sein“, sagte Fiehn: „Wir können sehr fallintensiv arbeiten, und Unterricht geschieht nicht frontal.“ Man biete außerdem moderne Gebäude, das nach neuesten Erkenntnissen bezüglich kurzer Wege und anderen Gesichtspunkten errichtet wurden. Zum Curriculum gehören auch 90 Minuten Unterricht pro Woche, den die Kasseler Ärzte organisiert haben. „Bei uns sind die Studierenden ganz nah am Patientenbett“, sagt der DKK-PJ-Beauftragte Dr. Hubert Sostmann.

Das kann Medizinstudentin Marie-Kristin Backer-Krebs, die im Gegensatz zu ihren Kommilitoninnen Amelie Brendel, Christina Saßmannshausen und Soja Ziegler bereits Ende März ihr Praktisches Jahr in der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe begonnen hat, bestätigen. Sie helfe bei der Stationsarbeit und sei auch bei den Visiten dabei. Sie habe seitdem sie in Kassel ist, 20 Geburten erlebt und war zwei Mal sogar aktiv beteiligt. Christina Saßmannshausen sagt: „Ich freue mich auf die Patienten. Endlich können wir anwenden, was wir so lange aus Büchern gelernt haben.“

Von Christina Hein

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