Ob er selbst erscheint, ist unklar - Millionenforderung einer Krankenversicherung

Mehmet Göker wieder vor Gericht

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Aus dem Archiv: April 2010, Mehmet Göker bei der Kontrolle im Eingangsbereich des Kasseler Amtsgerichts.

Kassel. Der frühere Chef des pleite gegangenen Versicherungsvermittlers MEG, Mehmet Göker (31), muss sich am Freitag vor der 7. Zivilkammer des Landgerichts Kassel verantworten. Eine Versicherung soll dem Vernehmen nach eine Millionen-Forderung gegen Göker haben.

Das Geld - es handelt sich wohl um Vorschüsse für Provisionen auf Versicherungsabschlüsse - will das Unternehmen nun zurückhaben.

Mehmet E. Göker - einst mal schillernder Unternehmer

Mehmet E. Göker - einst schillernder Unternehmer

Um welche Versicherung es sich handelt und wie hoch die genaue Summe ist, will man beim Landgericht Kassel vor Beginn der Verhandlung nicht sagen. Man verweist darauf, dass die Verhandlung öffentlich ist. Ob es nach er Verhandlung zu einem Urteil kommt, steht noch nicht fest.

Das Gericht, so heißt es lediglich, habe keine Hinweise darauf, ob Mehmet Göker persönlich erscheinen wird oder nicht. Telefonisch war Göker am Donnerstag nicht zu erreichen.

Nach früheren Aussagen Gökers lebt er jetzt in München. Spekuliert wird aber auch, dass er nach wie vor in der Türkei sei.

Im Dezember letzten Jahres waren bereits drei Führungskräfte der MEG dazu verurteilt worden, insgesamt 3,4 Millionen Euro an eine Krankenversicherung zurückzuzahlen. Auch bei diesem Geld handelte es sich um vorgestreckte Provisionen.

Eine Forderung im Millionenbereich hatte sich schon damals auch gegen Mehmet Göker gerichtet. Gegen ihn hatte es damals aber kein Urteil gegeben. Das Verfahren laufe weiter, hieß es bei Gericht.

Nun will eine weitere Versicherung ihr Geld haben. Zeit und Ort der Verhandlung gegen Mehmet Göker: 8.45 Uhr, Landgericht Kassel, 7. Zivilkammer, Raum 023.

Von Frank Thonicke

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