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Über 5000 Rassehunde bei Ausstellung in Kassel: Frisch frisiert geht’s in den Ring

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Von: Andreas Hermann

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Ganz entspannt neben dem Parcours: Langhaar-Collie „Milan“ auf dem Schoß seines Herrchens Nico Jansen.
Ganz entspannt neben dem Parcours: Langhaar-Collie „Milan“ auf dem Schoß seines Herrchens Nico Jansen. © Fischer, Andreas

Mehr als 5000 Rassehunde wurden am Wochenende bei der Ausstellung in den Messehallen präsentiert

Kassel – Kein Beißen, kein Knurren und kein Gebell, nur interessiertes Beschnuppern. Mensch und Tier kennen sich. Drei oder viermal im Jahr kommen die Mitglieder des Deutschen Clubs für Leonberger Hunde mit ihren großen Lieblingen (Schulterhöhe: bis zu 80 Zentimeter) bei Ausstellungen zusammen. Man freue sich immer, wenn man sich wiedersehe, sagt Petra Panhorst-Meyer, die mit ihrem rund 50 Kilogramm schweren Vierbeiner von Melle in der Nähe von Osnabrück zur Internationalen Rassenhunde-Ausstellung nach Kassel gekommen ist.

Der Termin in Kassel sei bei der Leonberger-Gruppe stets fest im Kalender vorgemerkt, sagt Panhorst-Meyer. Das gilt wohl für die meisten Züchter und Halter, die an diesem Wochenende wieder mit ihren Rassehunden in den Messehallen vertreten sind. Mehr als 5000 Tiere sind nach Angaben des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH), Landesverband Hessen für die beiden Tage gemeldet. Es geht international wie selten in Kassel zu. Hunde aus 24 Nationen sind am Start. Präsentiert werden fast 270 Rassen beziehungsweise Rassevarietäten.

Für viele Teilnehmer gehe es beim Besuch der Rassehundeausstellung aber nicht nur um das Wiedersehen mit gleichgesinnten Frauchen und Herrchen, erklärte VDH-Sprecher Stefan Pullmann. Für die Züchter sind die Vorführungen der Hunde und die Bewertungen durch die Juroren wegen der damit verbundenen Auszeichnungen und Anwartschaften von besonderer Bedeutung – auch in finanzieller Hinsicht.

Margareta Brzek zum Beispiel wartet mit ihrem 15 Monate alten Zwergspitz-Rüden „Rio“ auf den großen Auftritt im Ring. Dafür wird der bereits mit einem Jugend-Champion-Preis ausgezeichnete Zwergspitz noch einmal frisch frisiert, sein Fell mit Kamm und Bürste in Form gebracht. Denn hole ihr Rio in Kassel den ersten Preis, sei er Anwärter auf den deutschen Meistertitel, berichtet die aus dem westfälischen Hamm angereiste Brzek.

In den Hallen ist am Samstag jede Menge los. Die Organisatoren freuen sich, dass es in diesem Jahr wieder ohne Corona-Einschränkungen geht (das Tragen einer Maske wird nur empfohlen). Sie hoffen darauf, dass wieder Besucherzahlen wie in Vor-Corona-Jahren gezählt werden können: also rund 15 000.

Dem Anschein nach sind Männer mit Vierbeinern im Parcours die Minderheit. VDH-Sprecher Pullmann bestätigt das. „Die Vorführungen der Hunde im Ring sind meist Frauensache.“

Ob große oder kleine Hunde, sei ganz egal. „Sie alle haben ihre Berechtigung“, meint Pullmann, der selbst Halter eines Leonbergers ist. Da er am Wochenende in den Messehallen mit der Organisation beschäftigt ist, auch mal als Ersatzmann bei den Juroren einzuspringen hat, musste sein Leonberger zu Hause bleiben. Von der aus ganz Deutschland angereisten Leonberger-Gruppe wird Pullmann jedoch gleich freundlich begrüßt. Als Hundefreunde kennt man sich eben. Zumal als Freund der gleichen Hunderasse.

(Andreas Hermann)

Fremde sollten besser Abstand halten: Oksana Hayhorieva mit ihren tschechoslowakischen Wolfshunden.
Fremde sollten besser Abstand halten: Oksana Hayhorieva mit ihren tschechoslowakischen Wolfshunden. © Fischer, Andreas
Treffen sich mehrfach im Jahr bei Ausstellungen: Die Mitglieder des Deutschen Clubs für Leonberger Hunde.
Treffen sich mehrfach im Jahr bei Ausstellungen: Die Mitglieder des Deutschen Clubs für Leonberger Hunde. © Fischer, Andreas
Gut gekämmt für den Auftritt im Ring: Margareta Brzek mit ihrem Zwergspitz-Rüden „Rio“.
Gut gekämmt für den Auftritt im Ring: Margareta Brzek mit ihrem Zwergspitz-Rüden „Rio“. © andreas fischer

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