Mehr als 80 Baustellen: Hier kann es in Kassel zu Behinderungen kommen

Kassel. Ferienzeit ist Baustellenzeit: Zwar ist mit dem Baustopp an der Altmarktkreuzung zumindest eine Hauptverkehrsader aus der langen Liste der Baustellen weggefallen, doch es kommt derzeit an vielen Punkten im Stadtgebiet zu Behinderungen.

Von erheblichen Behinderungen im Zufahrtsbereich des Einkaufszentrums berichtet Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch. Aufgrund der Bauarbeiten auf der Südtangente und an der Credéstraße rolle der Verkehr nun komplett über die Frankfurter Straße im Stadtteil Niederzwehren - Rückstaus seien die Folge. „Hier müssen Verkehrsteilnehmer Geduld mitbringen“, sagt Jungnitsch.

Grafik: Hier gibt es zurzeit Baustellen in Kassel.

An über 80 Stellen wird gebaut, werden Fahrbahnen, Kanäle und Leitungen repariert. nz bewusst die verkehrsarme Zeit für Bauarbeiten“, sagt Heiko Lehmkuhl vom Straßenverkehrsamt. Nach zwei strengen Wintern in Folge stünden vor allem Fahrbahndeckensanierungen auf dem Plan. Lehmkuhl spricht von Erhaltungsmaßnahmen ab einer Summe von 100.000 Euro.

Einer der Verkehrsknotenpunkte, an denen in den Sommerferien mit Behinderungen zu rechnen ist, ist der Zubringer zur A 49. Seit gestern ist die Abfahrt Auestadion aus Richtung Waldau (A 7) gesperrt. Und auch die Zufahrt zum Einkaufszentrum Dez ist nicht passierbar: Bis Freitag, 15. Juli, werden der Einmündungsbereich zwischen Credéstraße und der Autobahn in beiden Fahrtrichtungen erneuert sowie eine neue Ampel im Einmündungsbereich zum Dez installiert.

Wo sich derzeit Baustellen in Kassel befinden, darüber informiert auch die Stadt Kassel mit einer Karte, die ständig aktualisiert wird.

Umwege müssen im gesamten Stadtgebiet in Kauf genommen werden: Gestern haben die Bauarbeiten im Vorderen Westen an Goethe- und Germaniastraße mit Baumfällarbeiten begonnen. Und von heute bis zum 22. Juli ist die Wolfhager Straße zwischen der Eschebergstraße und der Straße Am Rain voll gesperrt. Ebenfalls voll gesperrt ist die Werner-Heisenberg-Straße in Waldau.

Großbaustelle ist nach wie vor auch die Hafenbrücke. Dort soll der Verkehr im Herbst wieder normal rollen.

Während Verkehrsteilnehmer in diesen Tagen den Eindruck gewinnen, ganz Kassel sei eine Baustelle, interpretiert Heiko Lehmkuhl die Situation anders: „Aus unserer Sicht sind es noch zu wenig Baustellen“, sagt er mit Blick auf den schleichenden Verfall. Die Faustformel, pro Jahr einen Euro in einen Quadratmeter zu investieren, löse sich bei Weitem nicht ein. 680 Kilometer Straßennetz sowie 180 Bauwerke (Brücken und Plätze) müssen in Kassel unterhalten werden. Pro Jahr fließen laut Lehmkuhl 1,5 Millionen Euro in den Straßenbau.

Von Anja Berens

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