Klinikum Kassel hat neue Intensivstation gebaut – 31 neue Ärzte und Pfleger eingestellt

Mehr Betten für Schwerkranke

Sie versorgen mit ihren Teams die Patienten auf der neuen Intensivstation: Oberärztin Sima-Esmat Krisch (links) und die stellvertretende Stationsleiterin Tanja Claus. Foto: privat / nh

Kassel. Das Klinikum Kassel hat für 4,4 Millionen Euro eine dritte chirurgische Intensivstation gebaut sowie 31 Ärzte und Pflegekräfte zusätzlich eingestellt.

Nach den Angaben des Klinikums stehen jetzt insgesamt 61 Intensivplätze und 47 Intermediate-Care-Plätze für Erwachsene zur Verfügung. Intermediate-Care-Plätze (IMC) sind für Patienten gedacht, die stärker überwacht werden müssen als auf einer Normalstation, aber nicht intensivpflichtig sind.

Mit der Eröffnung der neuen Station, die aus zwölf Intensiv- und sechs IMC-Plätzen besteht, hat sich auch die Verteilung der Intensiv- und IMC-Betten auf anderen Stationen geändert. So stehen für Schlaganfall-Patienten jetzt 15 statt bisher neun Betten zur Verfügung.

Mehrbedarf an Betten

Klinikum-Geschäftsführer Dr. Gerhard M. Sontheimer begründet den Bau der neuen Station mit dem deutschlandweit wachsenden Bedarf an Intensivbetten. Gründe dafür seien die immer älter werdende Gesellschaft sowie Fortschritte in der Medizin, die auch komplexe Operationen im höheren Alter ermöglichten.

Im Klinikum Kassel habe außerdem der Ausbau der Herzchirurgie den Bedarf an Intensivbetten gesteigert. Die neue Station wurde innerhalb eines halben Jahres eingerichtet. Die Kosten von insgesamt 4,4 Millionen Euro gliedern sich laut Sontheimer in 2,5 Millionen Euro für den Bau und 1,9 Millionen Euro für die Medizintechnik. Gefördert wurde das Projekt vom Land Hessen mit 1,4 Millionen Euro.

Die neue Intensivstation gehört wie auch die anderen chirurgischen Intensivstationen zur Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie.

Sie befindet sich im Haus 1 des Klinikums in den früheren Ambulanzräumen, die nach der Eröffnung des zentralen Diagnostikgebäudes frei geworden waren. Die 18 Betten werden laut Klinikum vorrangig von der Herzchirurgie, der Neurochirurgie und der Neurologie belegt.

Zur Versorgung der Intensiv- und Intermediate-Care-Patienten wurden sechs Ärzte und 25 Pflegekräfte zusätzlich eingestellt. (mkx)

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