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Uni Kassel startet mit 23 000 Studierenden ins Semester

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Von: Katja Rudolph

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Die Universität Kassel mit dem Campus am Holländischen Platz
Uni ohne wissenschaftliche Hilfskräfte: An der Uni Kassel bald Realität. (Archivbild) © Archiv

Die Zeit der Rekorde bei den Studierendenzahlen ist vorbei: Das vierte Jahr in Folge sind die Einschreibezahlen der Universität Kassel leicht rückläufig – wie an vielen Hochschulen bundesweit.

Kassel – Für das am Montag gestartete Wintersemester rechnet die Kasseler Uni mit knapp 23 000 Studierenden. Nach den vorläufigen Zahlen sind 22 924 Studierende eingeschrieben, das sind 775 weniger als vor einem Jahr. 4313 junge Menschen studieren dabei im ersten Fachsemester (Vorjahr: 4443).

Die Zahl der echten „Erstis“ hingegen – also derjenigen, die erstmals an einer Uni studieren – stieg um 170 auf 2344. Das wertet die Hochschule als Beleg für ihre Attraktivität – auch vor dem Hintergrund, dass es in diesem Jahr allein in Kassel etwa 250 Abiturientinnen und Abiturienten weniger gab als im Vorjahr.

Zur sinkenden Gesamtzahl haben vor allem viele Exmatrikulationen beigetragen. Wer sein Studium fortsetzen will, muss sich jedes Semester innerhalb einer Frist zurückmelden. 19 018 bereits eingeschriebene Studierende haben sich für das Wintersemester zurückgemeldet, das sind rund 760 weniger als im Vorjahr. „Nach den Corona-Semestern haben wir offenbar einige junge Menschen verloren“, sagte Uni-Präsidentin Ute Clement.

Ute Clement, Präsidentin der Universität Kassel
Ute Clement © Sonja Rode

Dabei handelt es sich nach den Erkenntnissen der Uni etwa zur Hälfte um Studierende, die die Regelstudienzeit bereits überschritten hatten. „Der derzeitige Arbeitsmarkt mit großer Nachfrage nach Arbeitskräften mag da für den einen oder die andere eine gute Alternative geboten haben“, so die Präsidentin. Zugleich wenden sich aktuell sehr viele Studierende mit Geldsorgen an das Studierendenwerks. „Finanzielle Probleme sind einer der Hauptgründe für einen Studienabbruch“, weiß Julia Thonfeld, Leiterin der Abteilung Beratung und Studienfinanzierung.

Angesichts der stark steigenden Energiepreise stellte die Uni-Präsidentin klar, dass es keine Einschränkungen in der Lehre geben wird, um Kosten zu sparen. Die Studierenden hätten in den Pandemie-Jahren viele Nachteile erfahren, sagte Clement: „Wir wollen alles dafür tun, dass sie in Kassel weiter gut und in Präsenz studieren können.“ (Katja Rudolph)

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