Entwicklungsplan aufgelegt

Kasseler Stadtverwaltung: Mehr Förderung für Sport

Hier bleiben die Kicker am Ball: Der Kunstrasen auf dem Sportplatz am Daspel in Harleshausen wurde im Vorjahr eingeweiht. Archivfoto: Polk

Kassel. Mehr für Sport und Bewegung zu tun, hat sich die Stadt Kassel vorgenommen. Dazu gehört auch, Sportvereine stärker zu unterstützen. Erster konkreter Schritt ist eine neue Informationsplattform im Internet.

Unter www.sport-in-kassel.deist das neue Sportportal mit vielen Informationen bereits zu erreichen.

Gemeinsam mit den Vereinen will die Stadt künftig an zukunftsfähigen Strukturen arbeiten. Zusätzliche Flächen für Sport und Bewegung bereitzustellen, mehr Flexibilität in die Nutzung von Sporthallen zu bringen und eine stärkere Zusammenarbeit von Sportvereinen untereinander und mit Schulen zu erreichen, sind zentrale Punkte im Sportentwicklungsplan.

An diesem erstmals aufgelegten Plan wurde seit Monaten gearbeitet. Interessenvertreter aus Sport, Vereinen und Verbänden, Schulen und Kindertagesstätten haben daran mitgewirkt, zahlreiche Fachleute und Sporttreibende wurden einbezogen. Beraten wurde die Stadt vom Stuttgarter Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung. Die Wissenschaftler haben für ihre Arbeit auch eine repräsentative Befragung von 6000 Kasseler Bürgern ausgewertet und Daten ermittelt (siehe Hintergrund). Dafür hat die Stadt 70.000 Euro bezahlt.

Weil aus Geldmangel keine neuen Sporthallen gebaut werden können, sollen die Hallenzeiten besser genutzt werden. „Wir wissen, dass Hallenzeiten von Vereinen gebunkert, aber nicht genutzt werden“, sagt Kassels Bürgermeister und Sportdezernent Jürgen Kaiser (SPD). Das städtische Sportamt habe jetzt den Hallenbelegungsplan ins Internet gestellt, um für Klarheit zu sorgen. So könne jeder Verein sehen, wann in welcher Sporthalle Zeiten frei sind, um dann dort ein Sportangebot zu organisieren.

Sportamt kontrolliert

Bereits seit einigen Monaten kontrolliert das Sportamt, ob die Hallenzeiten von den Vereinen und Schulen tatsächlich so genutzt werden, wie dies die Regeln – etwa zur Mindestteilnehmerzahl – vorsehen. „Ist dies nicht der Fall, suchen wir das Gespräch mit den Nutzern“, erläutert Dr. Andrea Fröhlich, Leiterin des städtischen Sportamtes. Sollte die Hallenzeit nicht ausreichend genutzt werden, werde sie einer anderen Sportgruppe mit mehr Teilnehmern zur Verfügung gestellt: „Dies war ein ausdrücklicher Wunsch der Sportvereine selbst.“

Auch eine bessere Zusammenarbeit der Vereine liegt Kaiser am Herzen. Das Konkurrenzdenken müsse aufhören, nicht jeder Verein müsse alle Sparten anbieten, sondern solle Schwerpunkte bilden und mit anderen Vereinen kooperieren. Ein gutes Vorbild dafür seien Spielgemeinschaften.

Und angesichts der weiter steigenden Zahl von Ganztagsschulen soll der Sport künftig auch wieder stärker in die Kasseler Schulen gebracht werden. (ach)

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