In Kassel fand gestern das Auftaktforum „Frühe Hilfen“ statt – Bund fördert Region Kassel mit 200 000 Euro

Mehr Hilfe für junge Familien

Hilfe von Anfang an: Unser Archivbild zeigt eine Familienhebamme aus Halle-Neustadt bei einem Hausbesuch mit einer im achten Monat schwangeren Frau und deren zweieinhalbjährigen Tochter. Archivfoto: dpa

Kassel. Jungen Familien Hilfe anbieten, bevor sie überfordert sind, sich schlechte Angewohnheiten verfestigt haben und ein Einlenken möglicherweise nicht mehr möglich ist. Das steckt hinter dem Projekt „Frühe Hilfen“. Gestern fand dazu im Kasseler Hermann-Schafft-Haus ein Auftaktforum statt, zu dem die Stadt und der Landkreis Kassel gemeinsam eingeladen hatten.

Für die entsprechende Initiative „Frühe Hilfen“ stellt der Bund bis Ende 2015 jährlich 177 Millionen Euro zur Verfügung. In der Region Kassel kommen aus diesem Topf rund 200 000 Euro an (123 000 Euro für die Stadt und 76 000 Euro für den Landkreis).

Mit der Kampagne sollen regionale Netzwerke gestärkt und die Qualifizierung und der Einsatz von Akteuren wie Familienhebammen und anderen gefördert werden. Grundlage für diese Förderung ist das seit 1. Januar 2012 gültige Bundeskinderschutzgesetz.

„Die Förderung durch den Bund ist im Grunde eine Anerkennung dessen, was wir in der Region bereits seit Jahren in Sachen Frühe Hilfen auf den Weg gebracht haben“, sagt Landkreissprecher Harald Kühlborn. In der Stadt und im Landkreis arbeiten die Verantwortlichen in den Ämtern – namentlich in der Kinder-, der Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen – mit anderen Fachleuten, darunter Ärzten, Juristen, Polizisten, eng und gut vernetzt zusammen. Stadträtin Anne Janz: „Mit der Bundesinitiative haben wir jetzt noch einmal eine Klammer um unser Paket an Hilfen.“ Gemeinsam sorge man dafür, dass die Präventionskette stark und niedrigschwellig bleibt.

Deshalb waren gestern alle Akteure sowie Vertreter von Trägern und Einrichtungen vor Ort, um zu diskutieren, wie sie in ihrer Praxis mit werdenden Eltern oder Kindern bis drei Jahre und ihren Familien zusammenarbeiten. Die neuen Netzwerkkoordinatorinnen sind Maike Reinholz für die Stadt und Angela Graichen für den Landkreis Kassel. Janz: „Der Fachtag, der künftig jährlich stattfinden soll, war der Startschuss, um das Miteinander zu stärken und Parallelaktivitäten zu vermeiden.“ (chr)

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