Das Engelsburg-Gymnasium wurde in 14 Monaten für 2,5 Millionen Euro saniert

Nie mehr Kreide-Chemie

Neue Perspektiven: Engelsburg-Schüler Daniel Kleine-Kraneburg spiegelt sich im Cafeteria-Anbau. Im Hintergrund die neue Treppe und der historische Schultrakt, „rotes Palais“ genannt. Fotos: Herzog

Kassel. Zum Abschluss der Einweihungsfeier wurden in den für 2,5 Millionen Euro sanierten Schulräumen des Engelsburg-Gymnasiums die zuvor von Generaloberin Aloisia Höing von den Schwestern der Heiligen Maria Magdalena Postel gesegneten Kreuze über den Türen angebracht. Eine gute Zukunft und segensreichen Unterricht wünschte die Ordensfrau der Schulgemeinde, allen voran Schulleiter Dieter Sommer.

Auch die katholische Privatschule hat dank des Sonderinvestitionsprogramms umfangreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten vorgenommen. In Kassel werden von den 60 Millionen Euro Konjunkturpaket aus Wiesbaden allein 50 Millionen in die Sanierung von Schulen investiert, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) in seiner Rede zur Einweihung. Private Schulen hätten ebenso wie staatliche Anspruch darauf, öffentlich gefördert zu werden.

Neue Cafeteria

Die 1200 Schüler sowie 100 Lehrer und Mitarbeiter des Engelsburg-Gymnasiums freuen sich jetzt über die neue Cafeteria, zwei neue Klassenräume im Obergeschoss, zwei modern eingerichtete Chemieräume, einen umgestalteten Schulhof und das erweiterte Lehrerzimmer. Möglich geworden war die Sanierung durch das Konjunkturpaket. Das Land Hessen hat 1,3 Millionen Euro bereitgestellt, 1,2 Millionen Euro haben das Bistum Fulda sowie die Schwestern der Heiligen Maria Magdalena Postel (SMMP) als Schulträger aufgebracht. Das Gebäude des Gymnasiums am Richardweg sei jetzt noch attraktiver und funktionaler geworden, sagte Sommer und dankte dem Kasseler Architekten Jürgen Schuh für seine Arbeit. Winfried Engel als Vertreter des Bistums Fulda sagte: Dass Kinder heute sehr viel Zeit in der Schule verbringen, könne man auch als Chance verstehen. Allerdings müssten die Rahmenbedingungen stimmen. „Schüler benötigen Räume zum Wohlfühlen und zur Begegnung.“ Das sei jetzt gegeben, sagte Engel, indem er sich in der hellen Cafeteria umblickte. Die einst beengte Keller-Cafeteria hat sich jetzt auf den Schulhof ausgedehnt und ist zu einem lichten, geräumigen Saal geworden. An den Wänden schmücken ihn Bilder mit biblischen Motiven von Natalija Cimbaljuk, die an der Schule unterrichtet. Als einen „Tag der Zäsur“ bezeichnete auch SMMP-Geschäftsführer Ludger Dabrock die Einweihung: „Künftig gibt es hier keine Kreide-Chemie mehr.“ Endlich könnten in neuen Chemieräumen Experimente gemacht und das naturwissenschaftliche Fach auch anschaulich nachvollziehbar und nicht nur an der Tafel vermittelt werden. Dabrock lobte den guten Verlauf der Arbeiten während des Schulbetriebs in nur 14 Monaten.

Von Christina Hein

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