Aufenthaltsqualität soll verbessert werden

Mehr Plätze und neue Zugänge: Kassels Fulda soll noch schöner werden

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Noch mehr Leben am Fluss: Fulda soll stärker ins Bewusstsein der Kasseler rücken. 

Kassel. Dank der Fulda ist Kassel eine Stadt am Fluss. Weil diese Tatsache aber vielen Bewohnern und Touristen nicht präsent genug ist, wollen die Planer im Rathaus gegensteuern.

Sie lassen von Essener Landschaftsarchitekten ein Fulda-Konzept erstellen, mit dem die Aufenthaltsqualität und die Nutzungsmöglichkeiten des Flusses verbessert werden sollen, ohne den Naturschutz zu gefährden.

Im Zentrum der Planung steht, den Fluss wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. Dafür werden derzeit mehrere Ideen gesammelt, an denen auch die Kasseler mitwirken können. Zu den diskutierten Vorhaben zählt es etwa, weitere Zugänge zur Fulda zu schaffen. „Der Fuldaweg hat zwar bereits eine Verbesserung gebracht, aber hier kann noch mehr passieren. Doch es gibt viele private Ufer. Deshalb müssen wir mit den Eigentümern in den Dialog treten“, sagt Cornelia Engelhardt-Fröhlich, Stadtplanerin bei der Stadt Kassel.

Die Essener Landschaftsarchitekten haben weitere Potenziale entdeckt: So könnte die Schlagd als Aufenthaltsfläche entwickelt werden. Bislang dient sie hauptsächlich als Parkplatz. Weitere Ideen sind eine öffentliche Kanu-Anlegestelle, ein Flussbad, eine künstlich geschaffene Welle für Surfer, ein Bereich für Taucher, ein verlässlich geöffneter Bootsbereich, mehr Sitzmöglichkeiten und mehr freie Blickachsen auf die Fulda.

„Ein Gewinn wäre es beispielsweise, wenn es möglich würde, von der Schönen Aussicht auf die Fulda zu schauen. Dazu müssten natürlich einige Büsche weichen“, erläutert Engelhardt-Fröhlich. Auf diese Weise würde die Innenstadt näher an den Fluss rücken. Um dies zu erreichen, sollen auch Möglichkeiten ausgelotet werden, wie die Frankfurter Straße leichter für Fußgänger und Radfahrer zu überwinden ist.

Ende 2018 soll das Essener Büro das Fulda-Konzept vorlegen, für das die 70.000 Euro ausgibt.

14 Flusskilometer im Stadtgebiet

Auf einer Länge von 14 Kilometern fließt die Fulda durch das Kasseler Stadtgebiet. Dazu zählt auch das Gebiet des Kragenhofs, der flussabwärts außerhalb der eigentlichen Stadtgrenze liegt. Die Ursprünge der Stadt Kassel liegen am Fluss. Im Bereich der Schlagd stieß man auf Siedlungsspuren aus vorchristlicher Zeit. Die Fulda wurde ab 1890 durch den Bau von Staustufen reguliert. Nachdem sich Bund, Stadt und Land über die Kostenaufteilung einig geworden waren, soll die Kasseler Stadtschleuse aus dem Baujahr 1913 nun restauriert werden. Weil die Arbeiten aber noch ausstehen, ist die Kasseler Fulda-Schleuse zurzeit geschlossen und von und nach Hann. Münden nicht passierbar.

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