Kurfürstenstraße wird umgebaut – Arbeiten sollen im Frühjahr 2012 beginnen

Mehr Platz für Bäume

Soll auf der gesamten Länge umgestaltet werden: Die Kurfürstenstraße zwischen dem Hauptbahnhof und dem Scheidemann-Platz. Die Arbeiten sollen im Frühjahr beginnen. Foto: Schachtschneider

Mitte. Die Kurfürstenstraße soll auf ihrer gesamten Länge umgestaltet werden, vom Kulturbahnhof bis zum Philipp-Scheidemann-Platz. Die Arbeiten sollen im kommenden Frühjahr beginnen. Wie diese Neugestaltung im Einzelnen aussehen soll, haben Anne Umbach vom Amt für Straßenverkehr und Tiefbau und Dirk Neubauer, Planungsbüro KVC, bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Mitte vorgestellt.

Laut Anne Umbach wird die komplette Neugestaltung etwa 630 000 Euro kosten. Geplant ist es, mehr Platz für die Bäume zu schaffen, die Radwege zu verlegen sowie den Straßen- und Gehwegbelag zu sanieren. Dabei soll sich der neue Belag für die Gehwege an den anliegenden Straßen orientieren. Es werden dieselben Platten verlegt wie zum Beispiel an der Werner-Hilpert-Straße.

Gesäumt wird die Kurfürstenstraße von japanischen Schnurbäumen, die ab den 60er-Jahren gepflanzt wurden. Die Bäume sind laut Dirk Neubauer gesund, und sollen erhalten bleiben. Sie brauchen jedoch mehr Platz. Die Wurzeln der Bäume haben das umliegende Pflaster hochgedrückt und liegen zum Teil offen. Um sie zu schützen, hat das Straßenverkehrsamt bereits vor Monaten Bauzäune aufgestellt.

Im Zuge der Straßenarbeiten sollen die vorhandenen Baumscheiben nun deutlich vergrößert werden. Das hat zur Folge, dass die Radwege vom Straßenrand auf die Gehwege verlegt werden, denn durch die größeren Baumscheiben ist auf der Fahrbahn nicht mehr genug Platz. Während der Radweg Richtung Kulturbahnhof einspurig verläuft, wird auf der Straßenseite Richtung Philipp-Scheidemann-Platz eine zweite Radspur für den Gegenverkehr entstehen. Dafür wird die Haltestellenkante am Philipp-Scheidemann-Platz um einen knappen Meter in die Fahrbahn verlegt. Zudem wird sich die Bushaltestelle verschieben.

Die Anzahl der Fahrspuren wird sich durch die Umgestaltung der Kurfürstenstraße nicht ändern und auch die vorhandenen Parkplätze sollen erhalten bleiben. Je nachdem, wie viel Platz die Bäume beanspruchen, werden nach der Sanierung sogar mehr Parkplätze zur Verfügung stehen als bisher.

Im Vorfeld der geplanten Straßenarbeiten wollen die Städtischen Werke ihre Gas-, Wasser- und Stromleitungen in der Kurfürstenstraße erneuern. Im Frühjahr soll dann, noch vor der documenta, die Straßenseite Richtung Kulturbahnhof erneuert werden. Der Umbau der anderen Straßenseite soll nach der documenta folgen. Der Ortsbeirat hat die Umbaupläne begrüßt. Ende Oktober werden die Pläne in der Bau- und Planungskommission vorgestellt, die noch zustimmen muss.

Von Meike Schilling

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