Die Diakonie-Wohnstätten in Waldau haben Neubau der Öffentlichkeit vorgestellt

Mehr Platz und ein Café

Der Neubau der Diakonie-Wohnstätten (im Hintergrund) hat alle begeistert: Matthias Blaschnik (vorn, von links), Leiter Jens Röse, Inga Lowitzki und Architekt Thomas Becker. Hinten, von links: Karsten Hartmann und Frank Schmiedel. Foto: Kothe

Waldau. Mit einem Sommerfest haben die Diakonie-Wohnstätten in Waldau ihren Neubau offiziell vorgestellt. „Unsere Bewohner waren begeistert, wie groß das alles ist“, sagt Jens Röse, Leiter des Wohnverbunds Kassel-Mitte.

Auf rund 1000 Quadratmetern Fläche sind auf drei Etagen acht Einzelzimmer für die Betreuung schwerstmehrfachbehinderter Menschen entstanden. Die Zimmer sind barrierefrei und haben zum Teil eigene Bäder. Darüber hinaus hat die Wohneinheit eine große Küche, ein Pflegebad, Gemeinschaftsräume und eine große Sonnenterrasse.

Untergebracht sind in dem Neubau auch Trainingswohnungen, in denen Menschen lernen, den Alltag allein zu meistern. Ziel ist es, ihre Selbstständigkeit zu fördern, sodass sie in den eigenen vier Wänden leben können. Inga Lowitzki nutzt eine Wohnung: „Mir gefällt es dort richtig gut.“

Die Idee für den Neubau war bereits 2008 entstanden. Im Mai 2011 wurde mit dem Bau begonnen, im November 2012 war alles weitgehend fertig. 1,8 Millionen Euro wurden in das Projekt investiert. Kostenträger sind der Landeswohlfahrtsverband Hessen und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck. „Ohne diese Förderung wäre das nicht möglich gewesen“, sagt Röse.

Architekt Thomas Becker vom Architekturbüro CrepD in Kassel freut sich, dass eine Baulücke in Waldau geschlossen wurde. Sein Ziel war es, städtebauliche Qualität abzuliefern. Der Neubau aus Glas, Stahl und Lärchenholz füge sich harmonisch an die Nürnberger Straße ein, damit erhalte die Diakonie mehr Präsenz in Waldau. „Es ist ein schöner Ort, der eine Menge Aufenthaltsqualität bietet“, meint Becker. Wert wurde auf viel Licht und fröhliche Farben gelegt.

Karsten Hartmann und Frank Schmiedel vom Heimbeirat gefällt das gut: „Und es gibt auch Treffpunkte für uns.“ Einer ist das neue Stadtteilcafé Schnuckewerk. Das Café hat freitags von 15 bis 18 Uhr und samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. „Es soll ein Treffpunkt für den Stadtteil, für behinderte und nicht behinderte Menschen sein“, erklärt Röse.

Auch der Innenhof wurde neu gestaltet: Entstanden sind Grünflächen und Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen. Zudem sind mit dem Neubau Arbeitsplätze entstanden, „um der intensiven Betreuung der Bewohner gerecht zu werden“, sagt Röse. Die Diakonie-Wohnstätten in Waldau haben 120 Plätze. Das Haus ist eine von zwei stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe der Baunataler Diakonie Kassel.

Für Unterhaltung beim Sommerfest sorgten unter anderem die Bläserklasse der Offenen Schule Waldau, das Blasorchester des TSV Oberzwehren, Klangdesign und Pauline Eisenberg und Maske Blauhaus.

Von Helga Kristina Kothe

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.