Reaktion auf HNA-Bericht

Reaktion auf HNA-Bericht: Mehr Sauberkeit für öffentliche Klos

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Saubere Sache: Burkhard Strunk (links) von der Betreiberfirma Hering Bau und Aman Tewoldebrahan, Betriebsleiter von K & T Gebäudemanagement, präsentieren das öffentliche WC am Rathaus.

Kassel. Als die HNA mithilfe eines Hygiene-Fachmanns im Februar die öffentlichen Klos in Kassel unter die Lupe nahm, war das Ergebnis ernüchternd. Etliche der elf Anlagen waren deutlich verdreckt. Jetzt wurde nachgebessert.

Die Stadt und der WC-Betreiber, die Firma Hering Bau (Siegerland), haben nachgebessert. Mängel wurden ausgebessert und die Kontrolle der Reinigung wurde optimiert. „Wir haben aus dem Bericht der HNA unsere Schlüsse gezogen“, sagt Markus Dehmer vom zuständigen Bauverwaltungsamt.

In den Toilettenhäuschen, in denen 2012 etwa 36.200 Besucher gezählt wurden, hat sich seit Mitte Februar etwas getan. Die Decken strahlen wieder weiß und Brandflecken sowie Risse auf Kloschüsseln und Wickeltischen wurden beseitigt. Auch die Fliesen an den Wänden wurden offenbar gründlich gereinigt.

Reinigung dokumentiert

Demnächst sollen außen an den Toiletten Vitrinen angebracht werden. In denen soll für die Besucher dokumentiert werden, wann zuletzt gereinigt wurde. Zudem soll dort eine Kontaktnummer für Beschwerden zu finden sein.

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Die Reinigungsfirma K & T Gebäudemanagement aus Kassel soll weiterhin zweimal täglich für Sauberkeit sorgen. „Gelegentlich werde ich die Ergebnisse überprüfen“, sagt Dehmer. Es müsse aber auch klar sein, dass es nicht zu jeder Zeit möglich sei, „die Toiletten gut zu präsentieren“. Mit Obdachlosen und Drogenabhängigen gebe es Nutzer, die sich nicht immer an die Regeln der Sauberkeit hielten.

Kostenlos zum Hessentag

Für die Zeit des Hessentages sollen die Anlagen besonders gepflegt werden. „Die Reinigung findet dann viermal täglich statt“, sagt Burkhard Strunk, Leiter der Serviceabteilung bei Hering Bau. Zudem soll die Benutzung von drei WCs in der Innenstadt sowie zwei weiterer an der Buga, die sonst 50 Cent kostet, während der zehn Tage kostenlos sein.

Strunk verweist auf die moderne Technik in den Toilettenhäuschen: „Die Anlagen haben einen Internetanschluss. Störungen werden sofort an uns gemeldet.“ Beim HNA-Test hatte eine der sich eigentlich automatisch reinigenden Klobrillen geklemmt. Solche Fehler würden innerhalb desselben Tages durch einen Techniker behoben, sagt Strunk.

Zu den Ergebnissen des HNA-Tests sagt er: Es sei gut, wenn die eigene Arbeit hin und wieder von außen überprüft werde. „Sonst entsteht Betriebsblindheit.“

Die Stadt investiert jährlich 167.000 Euro für die Unterhaltung der elf Toiletten. Je nach Lage werden sie zehn- bis 20-mal täglich genutzt. Während der documenta seien es 50 Nutzer pro Tag gewesen, sagt Dehmer. Am stärksten frequentiert ist das Klo am Naturkundemuseum. Die Nutzungsgebühr erhält der Betreiber.

Von Bastian Ludwig

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