Loßbergstraße nach Umbau offiziell freigegeben – Lärmschutzfenster für Anwohner

Loßbergstraße freigegeben: Mehr Sicherheit für alle

Kirchditmold. Am Freitag wurde die Loßbergstraße nach ihrem einjährigen Umbau offiziell freigegeben. Die Bauarbeiten waren vier Monate früher beendet als geplant. Auch die kalkulierten Kosten von 5,5 Millionen, von denen 80 Prozent das Land Hessen übernimmt, wurden nicht überschritten.

Laut Oberbürgermeister Bertram Hilgen sollen im Herbst noch 55 neue Bäume gepflanzt werden, 52 mussten wegen der Umgestaltung der Straße zwischen Teich- und Bruchstraße gefällt werden. Außerdem erhalten die Anwohner, die noch keine Lärmschutzfenster haben, diese im Laufe des Jahres. Was mit dem Areal der ehemaligen Tankstelle passiert, ist noch offen. Laut Uwe Bischoff vom Straßenverkehrsamt laufen derzeit Verhandlungen mit einem Kirchditmolder Geschäftsmann, der dort Parkplätze bauen will.

Nach dem Umbau habe sich die Situation für alle Verkehrsteilnehmer deutlich verbessert – darin waren sich alle einig. „Ich habe nur positive Rückmeldungen bekommen, vor allem von Radfahrern und Fußgängern“, sagte Kirchditmolds Ortsvorsteherin Elisabeth König. Stadtbaurat Christof Nolda betonte, dass die Gleichwertigkeit aller Verkehrsteilnehmer bei dem Umbau ein wichtiger Aspekt gewesen sei.

Breitere Gehwege

Zwischen Teichstraße und Zentgrafenstraße wurden die Straße, Rad- und Gehwege verbreitert und eine separate Linksabbiegespur an der Kreuzung Zentgrafenstraße angelegt. Außerdem kann der Verkehr, wenn Fahrzeuge links von der Loßbergstraße Richtung Berliner Brücke abbiegen, durch eine zusätzliche Geradeausspur jetzt besser abfließen. Im Vorfeld waren die Trafostation Ecke Breitscheidstraße / Loßbergstraße, die ehemalige Tankstelle und ein Wohnhaus an der Loßbergstraße abgerissen worden.

Bessere Verkehrssteuerung

Erneuert wurden außerdem alle Ampelanlagen. Die Verkehrssteuerung wurde verbessert, sodass in dem Bereich bei normalem Verkehr eine grüne Welle existiert.

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Durchgehende, mindestens zwei Meter breite Gehwege und behindertengerechte Fußgängerfurte mit Leitsystem an den Kreuzungen sollen die Sicherheit für Fußgänger erhöhen. In Höhe der Bruchstraße wurde eine zusätzliche Fußgängerampel errichtet, sodass die neue Regiotram-Haltestelle sowie die Bus- und Straßenbahnhaltestelle „Teichstraße“ jetzt besser erreichbar sind. Radfahrer profitieren von durchgehenden Radwegen und separaten Ampeln für Radfahrer.

Hilgen wie auch Nolda dankten den Anwohnern für ihr Verständnis während der einjährigen Umbauphase, ebenso wie allen am Umbau Beteiligten für die schnelle Umsetzung. Laut Bischoff hat ein enger Kontakt mit den Anwohnern dazu beigetragen, dass die Stadt auf Verkehrsbeeinträchtigungen spontan habe reagieren können.

Das nächste Projekt in dieser Größenordnung wird der Umbau des Altmarktes sein. (mkx)

Von Mirko Konrad

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