3,4 Millionen Euro vom Land für Ausbau der Loßbergstraße – Baustart im Mai 2012

Mehr Spuren gegen Staus

Verkehrsader soll entlastet werden: Auf der Loßbergstraße – hier der Kreuzungsbereich zur Zentgrafenstraße – sind jeden Tag über 28 000 Fahrzeuge unterwegs. In den Stoßzeiten kommt es in diesem Bereich regelmäßig zu Behinderungen. Foto:  Herzog

Kassel. Dem Ausbau der Loßbergstraße in Kirchditmold steht finanziell nichts mehr im Wege. Das Land Hessen stellt nach Angaben des Verkehrsministeriums 3,4 Millionen Euro bereit, damit die viel befahrene Verbindung zwischen Harleshausen und dem Vorderen Westen sowie Bad Wilhelmshöhe fit für die täglichen Verkehrsströme gemacht werden kann.

Jeden Tag sind auf der Loßbergstraße über 28 000 Fahrzeuge unterwegs, in den Stoßzeiten kommt es zu erheblichen Staus. Abhilfe schaffen sollen zusätzliche Fahr- und Abbiegespuren, dafür wird der Straßenraum insgesamt verbreitert. Das Gelände einer früheren Tankstelle schafft dafür Platz, mehrere ältere Gebäude wurden oder werden zudem abgerissen. Im Mai 2012 sollen die Bauarbeiten beginnen und nach aktuellem Stand genau zwei Jahre später beendet sein.

Das ist im Einzelnen geplant: • von Harleshausen kommend eine Extraspur für Linksabbieger in die Zentgrafenstraße; • im weiteren Straßenverlauf ein 2,5 Meter breiter Baumstreifen in der Fahrbahnmitte; • vor der Kreuzung mit der Teichstraße ein zusätzlicher Fahrstreifen geradeaus zur Heßbergstraße in Richtung Bahnhof Wilhelmshöhe; • am Fahrbahnrand in diese Richtung eine abgegrenzte Fahrspur für Radler, in Gegenrichtung Harleshausen ein separater Fahrradweg auf Bürgersteighöhe. • Geplant sind auch drei neue Fußgängerüberwege mit Ampeln: einer über die Heßbergstraße, einer nahe der Kreuzung mit der Zentgrafenstraße und ein weiterer in Höhe der Bruchstraße, um eine direkte Verbindung zur Regiotram-Station an der Christbuchenstraße sowie zum Stadtteilzentrum Kirchditmold zu schaffen.

Lärmschutz für Anlieger

Messungen an der Loßbergstraße haben ergeben, dass dort die zulässigen Grenzwerte für Verkehrslärm überschritten werden. Daher können die Anwohner im Zuge des Straßenumbaus Beihilfen in Anspruch nehmen, um ihre Wohnungen mit Schallschutzfenstern, Rollläden oder Belüftungsanlagen nachzurüsten.

Mehrere Hunderttausend Euro sind dafür im Bau-Budget vorgesehen. Mit dem Vorliegen des Förderbescheides vom Land Hessen kann ab jetzt mit solchen Schallschutzmaßnahmen begonnen werden.

Nichts Neues gibt es bisher zu den Forderungen von Anliegern, im Bereich der Schmerfeldstraße eine Lärmschutzwand zur Loßbergstraße hin zu errichten. Die Kosten dafür werden mit 95 000 Euro beziffert. Die Vereinigten Wohnstätten 1889 besitzen dort Wohnraum und haben ihre Bereitschaft erklärt, sich an den Kosten zu beteiligen. Die Verhandlungen mit der Stadt darüber laufen aber derzeit noch, sagte Magistratssprecherin Petra Bohnenkamp.

Insgesamt werden die Kosten des Straßenausbaus auf gut 5,5 Millionen Euro beziffert.

Von Axel Schwarz

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