Veränderungen auf Strecke Kassel-Treysa

Mehr Züge und Personal: NVV will weniger Verspätungen

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Einfahrt in den Kasseler Kulturbahnhof: Das Regiotramnetz rund um Kassel soll zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember verstärkt werden. 

Kassel. Zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember will der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) für Verbesserungen im Regiotramnetz sorgen.

Wegen der angespannten Personalsituation und einem hohen Krankenstand hatte es zuletzt immer wieder Verspätungen und Zugausfälle gegeben. Jetzt sollen acht Lokführer und drei Fahrzeuge der Bahntochter Kurhessenbahn das Angebot verstärken. „Wir sind froh, dass das schnell geklappt hat“, sagt NVV-Geschäftsführer Wolfgang Rausch.

Ab Mitte Dezember wird die Kurhessenbahn wochentags zwei von drei Regiotramfahrten (RT 9/R)) auf der Strecke Kassel-Treysa ersetzten. Dort sind dann rote Triebwagen mit Toiletten statt der Regiotrams im Einsatz. Diese Bahnen fahren nach Angaben des NVV zwei Minuten früher ab als bisher. An der Zahl der Haltestellen und an der Fahrtzeit ändert sich nichts.

Die Triebwagen haben allerdings einen höheren Einstieg. Der NVV empfiehlt deshalb Fahrgästen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, die weiterhin fahrenden Regiotrams auf dieser Strecke zu nutzen. Im Online-Fahrplan sind die Fahrten entsprechend gekennzeichnet. Ein weiterer Hinweis: In den Triebwagen gibt es keinen Fahrkartenautomaten. Die Tickets muss man sich vor Antritt der Fahrt besorgen.

Die Zusammenarbeit mit der Kurhessenbahn ist nach Angaben des NVV auf ein Jahr begrenzt. Ab Dezember 2015 sind auf der Strecke zwischen Kassel und Treysa nagelneue Fahrzeuge (Modell Flirt) unterwegs. Die Ausschreibung für den Betrieb hat die Hessische Landesbahn gewonnen.

Mehr Personal

Die drei freigewordenen Regiotrams werden auf den Verbindungen nach Hofgeismar, Melsungen und Wolfhagen eingesetzt. Der NVV verspricht sich davon, dass es deutlich weniger Verspätungen gibt. Mit einer Reserve an Personal und Fahrzeugen will man schneller auf Störungen reagieren. (tos)

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