Einzelergebnis von Ortsvorsteher Martin Engels gab Ausschlag für CDU - SPD machte im Endspurt Boden gut

Mehrheit im Kurbezirk noch gekippt

Kann wieder lachen: Martin Engels (47) wird wohl doch Ortsvorsteher in Bad Wilhelmshöhe bleiben.

Kassel. Martin Engels hat es mit der CDU in Bad Wilhelmshöhe auf der Zielgeraden doch noch geschafft. Nach der Auszählung der kumulierten und panaschierten Stimmen hat die Union im Ortsbeirat mit 32,86 Prozent einen hauchdünnen Vorsprung vor den Grünen, die auf 32,41 Prozent kamen.

Entscheidend dafür war das herausragende Einzelergebnis, das der amtierende Ortsvorsteher eingefahren hat. Er holte 3963 Stimmen und liegt damit auf Platz zwei unter allen Kandidaten für die 23 Ortsbeiräte. „Ich bin sehr, sehr froh, dass es doch noch gereicht hat“, sagt Engels. Ähnlich spannend war die Situation in Wehlheiden.

Hier schien es zunächst so, als müsse Ortsvorsteher Norbert Sprafke (SPD) sein Amt räumen. Jetzt liegen die Genossen mit 38,28 Prozent doch noch knapp vor den Grünen mit 37,20 Prozent. Entscheidend hier das Spitzenergebnis von Norbert Sprafke, der 4168 Stimmen holte. Er liegt damit auf Platz eins aller Kandidaten für die Ortsbeiräte.

Im Vorderen Westen sind nach dem vorläufigen Endergebnis die Grünen weit vorn. Sie kommen auf 42,51 Prozent, das ist ein Zuwachs von 9,64 Prozentpunkten. Spitzenkandidatin Annegret Höhmann erreichte mit 3432 Stimmen das beste Ergebnis für ihre Partei. Sie könnte den bisherigen Ortsvorsteher Wolfgang Rudolph ablösen. Seine SPD verlor 4,03 Prozentpunkte.

Trotzdem haben die Wähler die Arbeit des Ortsvorstehers honoriert. Wolfgang Rudolph kam mit 3745 Stimmen auf das beste Einzelergebnis im Vorderen Westen. Unter dem Strich hat sich insbesondere die SPD im Vergleich zu den ersten Ergebnissen der Listenwahl vom Montag verbessert. Das gilt auch für die Südstadt, wo es zunächst ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und Grünen gab. Das hat die SPD mit 42,18 Prozent gegen 38,24 Prozent für sich entschieden.

Spannend wird es im Stadtteil Süsterfeld-Helleböhn. Hier hatten sich bislang Grüne und CDU gegen die SPD zusammengetan. Die Genossen sind mit 43,18 Prozent deutlich stärkste Fraktion vor der CDU mit 31,74 (minus 6,51 Prozent) und den Grünen 23,82 (plus 7,57). Die meisten Einzelstimmen holte Helmut Alex für die SPD (1415). Ortsvorsteher Jürgen Helferich (CDU) kam auf 1128 Stimmen.

Einen Absturz erlebte die CDU im Stadtteil Wesertor. Sie kam nur auf 9,24 Prozent, vor fünf Jahren waren es noch 31,53 Prozent. Der Grund: Die CDU hatte mit Christian Klobuczyniski nur einen einzigen Kandidaten.

Der holte nach Ortsvorsteher Gerhard Franz von der SPD (1400 Stimmen) immerhin das zweitbeste Einzelergebnis (979 Stimmen). Deutlich verloren hat die CDU in fast allen Stadtteilen. In Waldau rutschte sie von 43,28 Prozent auf 30,47 Prozent.

Das beste Ergebnis für die Freien Wähler vermeldet mit 19,52 Prozent Bettenhausen. Hier trat die bisherige Werbegemeinschaft Bettenhausen (WGB) von Ortsvorsteher Peter Tippmann erstmals unter diesem Namen an. Im Vergleich zum Ergebnis der WGB vor fünf Jahren ist das ein Rückgang von 13,59 Prozent.

Von Thomas Siemon

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