Interessenten für Ladenflächen und Baupläne rund um die Friedrich-Ebert-Straße

Friedrich-Ebert-Straße - Meile kommt in Schwung

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Mehr Leben: Die Leerstände an der Friedrich-Ebert-Straße 86-90 sollen bald der Vergangenheit angehören. Ein Großteil der Läden soll in diesem Jahr vermietet werden.

Vorderer Westen. Aufbruchstimmung an der Friedrich-Ebert-Straße: Die Pläne zur Belebung der Einkaufsmeile beflügeln nun auch Eigentümer und Wohnungsgesellschaften, in ihre Immobilien zu investieren. „Es ist Mut machend“, sagt Ortsvorsteher Wolfgang Rudolph (SPD).

Das Interesse sei groß. „Dabei sind wir noch ganz am Anfang.“ Geweckt hat die Aufbruchstimmung das Landesprogramm Programm „Aktive Kernbereiche“, aus dem Geld für Investitionen zur Belebung der Meile und der angrenzenden Viertel fließt. Hoffnung gibt es nun auch für die weitläufigen Gewerbeflächen in den Häusern Friedrich-Ebert-Straße 86-90, die seit fast zwei Jahrzehnten leer stehen. Nach Auskunft von Dieter Creutzburg, der für den Frankfurter Eigentümer Heinrich Gaumer in Kassel aktiv geworden ist, gibt es inzwischen mehrere Interessenten.

Unter anderem sollen ein Möbelhändler, ein Edel-Gastronom aus Berlin und ein Dienstleister Interesse bekundet haben. Billiganbieter kämen als Mieter nicht in Frage, sagt Creutzburg. „Es soll etwas Attraktives sein.“ Im Erdgeschoss der Gaumer-Häuser stehen insgesamt 1500 Quadratmeter Gewerbefläche zur Verfügung. Creutzburg ist zuversichtlich, dass ein großer Teil in diesem Jahr vermietet wird. Nach Auskunft aus dem Rathaus hat das Land einen Modernisierungsantrag in Höhe von 133.000 Euro genehmigt.

In der Goethestraße 44 wurden Gewerbeflächen modernisiert und ein Fahrradhandel angesiedelt. In der Goethestraße 18, wo früher die Gaststätte Knösel war, hat ein Geschäft mit Wohnaccessoires eröffnet. Daneben hat sich ein Spielzeugladen angesiedelt. Die Planer sehen darin erste Erfolge des Förderprogramms und der damit verbundenen Entwicklungschancen.

Pläne fürs alte Finanzamt

Die Pläne für Sanierung und Erweiterung des ehemaligen Finanzamts Goethestraße sind ebenfalls weit gediehen. Dort sollen Dienststellen des Kasseler Regierungspräsidiums einziehen. Laut Christiane Bockler-Wentlandt vom Hessischen Immobilienmanagement gibt es zwei Varianten (mit drei und vier Obergeschossen) für den Anbau, der anstelle des Flachbaus zur Querallee hin entstehen soll. Was gebaut wird, hängt davon ab, ob im Erdgeschoss Läden einziehen sollen. Das letzte Wort hat das Finanzministerium. Die Entscheidung steht noch aus. Für die erste Bauphase sind nach Auskunft aus dem Ministerium sieben Millionen Euro vorgesehen. Die Dienststellen sollen Mitte 2012 in das sanierte Gebäude einziehen, Mitte 2013 könne der Anbau fertig sein.

An der Germaniastraße plant die Weimarer Investorengemeinschaft Tischler & Klaus bereits eine Erweiterung des neuen Hauses der Wissenschaft auf dem Grundstück Germaniastraße 5.

Für das ehemalige Tankstellen-Grundstück an der Ecke Germaniastraße/Goethestraße gibt es ebenfalls Pläne. Dort sollen Büro- und Praxisräume entstehen. Im Rathaus arbeitet man bereits an einem Bebauungsplan.
Von Ellen Schwaab

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