Aufschwung an der Friedrich-Ebert-Straße - Geschäftsleute laden zum Advent ein

Friedrich-Ebert-Straße: Die Meile macht sich

In Bewegung: Die Friedrich-Ebert-Straße entwickelt sich wieder zu einem beliebten Geschäftsstandort. Nach Jahren des Stillstands ist Schwung in die Meile gekommen. Fotos: Herzog

Vorderer Westen. Der Laden läuft. „Plötzlich wollen alle hierher“, sagt Anja Hupfeld über die Friedrich-Ebert-Straße im Vorderen Westen. Vor einem Jahr hat die 41-Jährige zusammen mit Petra Maier im Abschnitt zwischen Annastraße und Querallee das Geschäft „Habselig“ für Kleidung, Geschenke und Accessoires eröffnet. Seitdem habe sich im Umfeld sehr viel getan, sagt die Geschäftsfrau.

Nach Jahren des Stillstands ist Bewegung in die Meile gekommen. Gleich nebenan hat vor wenigen Wochen „La Marina“, ein Geschäft für italienische Spezialitäten, Schmuck und Kosmetik, aufgemacht, ein Stückchen weiter auf der anderen Seite sind gleich mehrere neue Läden entstanden. Im „Zauberwäldchen“ bietet Brita Heinemann Blumen an, nebenan hat Friseurmeister Matthias Lattermann seinen „Roten Salon“ eröffnet, ein paar Häuser weiter offeriert der Skateboard-Laden Wild Wood junges Design.

„Der Standort ist super“, sagt Anja Hupfeld. „Wir sind total zufrieden.“ Damit das so bleibt, haben die beiden Inhaberinnen die Initiative ergriffen und eine Gemeinschaftsaktion der Einzelhändler auf die Beine gestellt. Unter dem Motto „Advent im Quartier“ laden die Geschäftsleute für den ersten Adventssamstag, 26. November, bis 20 Uhr zum entspannten Einkauf mit Musik, heißen Getränken und Lebkuchen ein.

26 Geschäfte zwischen Annastraße und Karl-Marx-Platz machen mit, auch zwei Läden an der Goethestraße sind dabei. „Es funktioniert alles gut“, sagt Thomas Ernst von der Pralinenwerkstatt über die Meile. „Es gibt nichts zu beanstanden.“ Wünschenswert wäre nur ein bisschen mehr Leben auf der Straße. Die Händler wollen einiges dafür tun.

„Es gab sehr viel positive Resonanz“, sagt Petra Maier. Lediglich einige Alteingesessene hätten anfänglich zurückhaltend reagiert. Während der Vorbereitungstreffen seien viele Ideen entstanden. Die ebenfalls an der Meile ansässige Galerie Rotopol hat die Postkarten mit der Einladung gestaltet. „Wir hoffen, dass der Zusammenhalt bleibt“, sagt die 40-Jährige. „Es wäre schön, wenn die gesamte Friedrich-Ebert-Straße irgendwann einmal zusammenwachsen würde.“ Weiteren Aufwind erhoffen sich die Ladeninhaber von der documenta im nächsten Jahr.

Wie ihre Geschäftsnachbarinnen hat sich La Marina-Inhaberin Astrid Scheffer bewusst für den Vorderen Westen entschieden. Die 28-Jährige hat sich mithilfe von Fördermitteln selbstständig gemacht. Die Einkaufsmeile ist das Herz des Fördergebiets „Aktive Kernbereiche“, in dem auch Hilfen für die lokale Wirtschaft angeboten werden.

Dieter Creutzburg, der sich um die Gaumer-Häuser Friedrich-Ebert-Straße 86 bis 90 kümmert, ist froh über die Neuansiedlungen in den Läden, die lange Zeit leer standen. „Beide Läden passen zur Einkaufsmeile“, sagt er. „Das ist genau das, was wir wollen.“

Von Ellen Schwaab

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