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Mensa der Uni Kassel hebt Essenspreise an

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Von: Katja Rudolph

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Die Lehramtsstudierenden Lars und Svenja essen in der Mensa am Holländischen Platz.
Mittags in der Zentralmensa: Die Lehramtsstudierenden Lars und Svenja essen in der Mensa am Holländischen Platz. Seit Anfang der Woche gelten in den Mensen des Studierendenwerks neue Preise. © Andreas Fischer

Das Mittagessen in der Uni-Mensa ist seit dieser Woche teurer: Das Studierendenwerk Kassel hat die Essenspreise erhöht. 

Kassel – Die größte Küche Kassels erhöht die Preise: Seit dieser Woche ist das Essen in den Mensen an der Uni Kassel teurer. Grund sind die stark gestiegenen Kosten für Lebensmittel und Energie. „Wir haben keine Mittel, um diese zusätzlichen Kosten aufzufangen“, teilt das Studierendenwerk im sozialen Netzwerk Instagram mit.

Betroffen sind davon täglich bis zu 3600 Menschen. So viele Essen sind zuletzt pro Tag in den sechs Mensen in Kassel und Witzenhausen über die Theken gegangen. Den Großteil der Kundschaft machen dabei mit 82 Prozent Studierende aus.

Für sie fällt der Preisanstieg moderat aus: Das günstigste Essen 1 hat sich für diese Gruppe lediglich um 10 Cent auf 2,50 Euro verteuert. „Uns ist wichtig, dass Studierende weiterhin ein günstiges, gesundes Mittagessen bekommen können“, betont Matthias Nothnagel, Sprecher des Kasseler Studierendenwerks. Ab sofort ist das Essen 1 dabei ein veganes Gericht. Damit habe man auf vielfachen Wunsch von Studierenden reagiert, so Nothnagel.

Spürbar erhöht wurden hingegen die Preise für Uni-Beschäftigte und externe Gäste. So kostet etwa das Essen 2 für Nicht-Hochschulangehörige jetzt 8,40 Euro – und damit 1,10 Euro mehr als zuvor. Das entspricht einer Steigerung von 15 Prozent. Drei Prozent der Mensabesucher sind externe Gäste, 15 Prozent sind Uni-Beschäftigte.

Die Kostenspirale dreht sich auch für das Studierendenwerk mit hohem Tempo: Trotz angepasster Einkaufspolitik seien die durchschnittlichen Kosten für Lebensmittel allein zwischen Januar und Mai um 20 bis 30 Prozent gestiegen, berichtet der Sprecher. Bratfett beispielsweise sei seit Jahresbeginn um 139 Prozent teurer geworden, Tomaten um 48 Prozent. Die in der Mensa äußerst beliebten Pommes schlagen auf der Einkaufsseite für das Studierendenwerk mit 46 Prozent mehr zu Buche.

Hinzu kommen die seit dem Krieg in der Ukraine explodierenden Gaspreise. „Wir gehen davon aus, dass die steigenden Energiepreise im Herbst und Winter unsere Kosten weiter in die Höhe schnellen lassen werden“, so Nothnagel. Aktuell sei man dabei, den Energieverbrauch im gesamten Studierendenwerk zu senken. In der Mensa beispielsweise werde auf einen effizienteren Einsatz der Küchengeräte geachtet.

Mit den seit der Pandemie gesunkenen Gästezahlen habe die Anhebung der Mensapreise nichts zu tun, betont der Sprecher auf Nachfrage. Darauf habe man seinerzeit reagiert, indem auslaufende Verträge nicht verlängert wurden. „Auf eine Aufstockung unseres Gastronomie-Personals haben wir bislang verzichtet.“

Bei einer stichprobenartigen Umfrage der HNA zeigten viele Besucher der Zentralmensa am Holländischen Platz gestern Verständnis für die gestiegenen Essenspreise. Auch an anderen hessischen Hochschulen – etwa in Darmstadt, Marburg und Gießen – sind die Mensapreise bereits erhöht worden.

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