Menschen im Stadtteil Fasanenhof beklagen Ruhestörung durch Vandalismus

Fasanenhof. „Sie trinken ja nicht nur Sprudel“, sagt Heinz Mühlhausen. Er wohnt in der Nähe des Linderwegs im Stadtteil Fasanenhof. Seit einiger Zeit nutzen Jugendliche dort eine Parkbank am Kinderspielplatz als Treffpunkt. „Und das nicht nur am Nachmittag. Sie sitzen bis weit nach Mitternacht“, sagt er.

Es werde Bier und Schnaps konsumiert, laute Musik gehört und gegrölt. Zudem vermülle der Platz durch Flaschen, Tetrapaks, Scherben und Zigaretten. „Er ist nicht der einzige Anwohner, der sich gestört fühlt“, sagt Anni Annacker vom Ortsbeirat, der das Thema in seiner Sitzung diskutierte. Die Aufforderung, leiser zu sein, habe man mit Pöbeleien quittiert, erzählt Mühlhausen weiter. Diese Erfahrung hätten auch andere Anwohner gemacht. „Gerade in den Sommermonaten war das sehr störend. Draußen zu sitzen, daran sei nicht zu denken gewesen. „Es sind 30 Grad und wir müssen die Fenster schließen, nur weil Randale ist“, sagt seine Lebensgefährtin Rosemarie Hoffmann.

Hilfe von der Polizei oder vom Ordnungsamt hätten sie nicht so erhalten, wie sie es sich gewünscht haben. „Wir haben immer wieder angerufen und man versprach, jemanden zu schicken“, sagt Mühlhausen. Doch passiert sei nicht viel. „Was sollen wir noch tun?“, fragt sich Mühlhausen. Er fühlt sich alleingelassen.

Peter Carqueville

Dass es so nicht weitergehen kann, darüber ist man sich im Ortsbeirat einig. „Polizei und Ordnungsamt sollen verstärkt ab 21 Uhr kontrollieren, nicht am Nachmittag“, sagt Annacker. Sie fordert die Anwohner auf, das immer wieder mit Nachdruck und ohne Scheu einzufordern. „Das Sicherheitsbedürfnis der Menschen ist groß. Es muss eine Lösung gefunden werden“, sagt Ortsvorsteher Peter Carqueville. Der Ortsbeirat will in seiner nächsten Sitzung Anfang Oktober das Gespräch mit Bürgern und Vertretern des Ordnungsamtes und der Polizei suchen. „Es muss auf Bürgereingaben bei Vandalismus und Ruhestörung reagiert werden. Es darf nicht weggeschaut werden.“

Der Ortsbeirat fordert strikte Kontrollen, bei denen auch die Personalien der Randalierer aufgenommen werden. Es müsse auch mal einen Platzverweis geben, damit sich etwas ändert. Carqueville stellt klar, dass man keine Stimmung gegen Jugendliche machen möchte.

„Es ist exakt eine Gruppe von Jugendlichen, die an diesem Platz Probleme macht“, erklärt der Ortsvorsteher. Und ob es nur Jugendliche seien, wisse man nicht. Archivfoto: nh

Von Helga Kristina Kothe

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