Gedenkveranstaltung für Halit Yozgat geplant

Gedenkveranstaltung: Stadt plant Menschenkette für Kasseler Nazi-Opfer

Kassel. Mit einer Menschenkette soll am Samstag, 10. Dezember, des Kasseler Opfers der Neonazi-Mordserie gedacht werden. Die Stadt Kassel und der Ausländerbeirat sind derzeit dabei, die Veranstaltung im Detail zu planen.

Der 21-jährige Türke Halit Yozgat wurde am 16. April 2006 vermutlich von Rechtsradikalen in seinem Internet-Café an der Holländischen Straße erschossen. Bis vor zwei Wochen, als die Tatwaffe der Mordserie gefunden wurde, hatten die Ermittler über die Hintergründe der Tat weitgehend im Dunkeln getappt. Nach den neuen Erkenntnissen, die auf einen rechtsextremen Hintergrund hindeuteten, wolle man ein Zeichen gegen gegen Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit setzen, sagte Manfred Merz, Büroleiter des Oberbürgermeisters. Mit der Gedenkveranstaltung nehme man eine Anregung aus der Bürgerschaft auf.

Die Menschenkette am 10. Dezember soll vom Tatort an der Holländischen Straße bis in die Innenstadt reichen. Alle Menschen aus Kassel und darüberhinaus sind eingeladen, sich zu beteiligen. Mit Reden soll des Kasseler Opfers gedacht und Position gegen Rassismus, Gewalt und Extremimus bezogen werden. Dabei werden es sich aus Rücksicht auf das Opfer und dessen Familie aber um eine stille Veranstaltung handeln, betont Merz. Beginn soll um die Mittagszeit sein, eine genaue Uhrzeit wird noch mitgeteilt. (rud)

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