Ziel: Personalabbau bis 2021 ohne Kündigungen

Mercedes-Benz Achsenwerk Kassel: 300 Jobs fallen weg

Kassel. Nach der Betriebsversammlung am Dienstagvormittag im Mercedes-Benz Achsenwerk Kassel mit 2900 Stammbeschäftigten ist klar: Der seit Monaten befürchtete Job-Verlust fällt geringer aus. Bis 2021 sollen 300 Arbeitsplätze im Kasseler Werk entfallen.

Noch im Juni dieses Jahres waren 547 Jobs auf dem Prüfstand, der Betriebsrat rechnete sogar mit einem Abbau von bis zu 800 Arbeitsplätzen in Kassel.

Die jetzt vereinbarte Zahl von 300 Jobs, die in den nächsten sieben Jahren verschwinden werden, soll vor allem durch Fluktuation und mehr Altersteilzeit erreicht werden. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben, sagt der Kasseler Werksleiter Ludwig Pauss. Es werde trotzdem ein „spürbarer Personalabbau“ sein, erklärt Pauss. Aber man habe sich mit dem Betriebsrat auf eine vertretbare Linie geeinigt.

„Rationalisierung muss sein“, sagt auch Betriebsratschef Dieter Seidel. Aber 547 oder mehr Kollegen vor die Tür zu setzen, „war nicht akzeptabel“, bekräftigt Seidel. In langwierigen Verhandlungen sei es gelungen, mit nur 300 wegfallenden Jobs ein „vorzeigbares und respektables Ergebnis“ zu erzielen. Das sei auch dem Schulterschluss zwischen den Werken in Kassel, Mannheim und Gaggenau zu verdanken, die in ähnlicher Weise von den Sparzielen der Daimler-Konzernspitze betroffen seien. (ach)

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