Autohäuser in Kassel und Göttingen: Mercedes-Benz in die Schweiz verkauft

Kassel. Jetzt ist es amtlich: Der Autobauer Daimler verkauft die einstige Niederlassung Kassel-Göttingen mit ihren 480 Beschäftigten an die Schweizer Emil-Frey-Gruppe.

Das bestätigte der Stuttgarter Konzern auf Anfrage der HNA. Der Vertrag sei unterzeichnet, der Vollzug werde aber noch mehrere Monate in Anspruch nehmen, sagte Unternehmenssprecherin Meri Todorovic. Zum Kaufpreis machte sie keine Angaben.

Das neue Nutzfahrzeugzentrum am Lohfeldener Rüssel ist von dem Geschäft nicht betroffen. Daimler will den Vertrieb von Lkw und Transportern weiterführen.

Torodovic betonte, dass alle Beschäftigten übernommen würden. Betriebsratschef Frank Trampedach bestätigte diese Angaben. Betriebsbedingte Kündigungen seien in den ersten drei Jahren ausgeschlossen. Melde der Käufer innerhalb der ersten fünf Jahre Insolvenz an, müsse Daimler die Beschäftigten wieder einstellen. Außerdem sei ein Nachteilsausgleich vereinbart worden.

Trampedach sagte, dass die Emil-Frey-Gruppe für den Betriebsrat wegen deren Professionalität und Größe der favorisierte Kandidat sei. Jetzt müsse man Gespräche über das weitere Vorgehen führen.

Wie berichtet, will sich Daimler von 63 seiner 158 Niederlassungen trennen. Viele sind bereits verkauft. Emil Frey ist der mit Abstand größte Autohändler Deutschlands und auch europaweit einer der ganz Großen.

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