Neuer Niederlassungsverbund will mit neuen Modellen wachsen – Einige Stellen könnten wegfallen

Mercedes will 2014 Gas geben

Niederlassungsleiter neu und alt: Detlef Barthelmes (links) übernimmt das Steuer von Lars Pauly. Der verantwortet künftig Vertrieb und Marketing von Transportern in Übersee. Foto: Schachtschneider

Kassel. Die Mercedes-Benz-Niederlassungen Kassel-Göttingen-Lohfelden und Fulda blicken kurz vor der Fusion zu einem Standortverbund auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück und erwarten auch 2014 gute Geschäfte. Das sagte der designierte Leiter der neuen Vertriebseinheit mit Sitz in Kassel und insgesamt 700 Beschäftigten, Detlef Barthelmes (49), im Gespräch mit der HNA.

Wie berichtet, löst der bisherige Niederlassungsleiter in Fulda im Zuge der Fusion zur bundesweit größten Vertriebseinheit zum 1. Januar Lars Pauly (43) ab, der den Dreifach-Standort in Nordhessen und Südniedersachsen seit September 2012 geführt hatte. Pauly übernimmt Vertrieb und Marketing für Mercedes-Transporter in Übersee.

„Wir werden im nächsten Jahr die modernste Modellpalette haben.“

Niederlassungsleiter Detlef Barthelmes

Im zu Ende gehenden Jahr haben die Niederlassungen Kassel-Göttingen und Fulda gemeinsam 2700 neue und 3400 gebrauchte Pkw, 1200 neue und 530 gebrauchte Transporter sowie 670 neue Lkw verkauft. Damit hat Mercedes-Benz nach Angaben von Barthelmes und Pauly in allen Segmenten Marktanteile gewonnen und die Marktführerschaft weiter ausgebaut. Zum Umsatz machen die Niederlassungen keine Angaben.

Die positive Prognose für das kommende Jahr begründet Barthelmes mit der Markteinführung der neuen A-, B- und C- sowie einer aktualisierten E-Klasse. Hinzu kommen völlig neue Fahrzeuge in Segmenten, in denen Mercedes bislang nicht vertreten war: das CLA-Coupé auf Basis der A-Klasse sowie der kleine Geländewagen GLA. „Wir werden im nächsten Jahr die modernste Modellpalette haben“, kündigte Barthelmes an. Als Grund für die Zusammenlegung nannte er die erwarteten Synergieeffekte beim Ankauf gebrauchter Geschäftswagen aus der Zentrale durch Abnahme größerer Pakete, die bessere Auslastung der Standorte durch Verschieben von Aufträgen sowie die Besetzung des 24-Stunden-Notdienstes. „Wir werden die sich bietenden Möglichkeiten für eine effizientere Arbeit nutzen, um mit den frei werdenden Kapazitäten an anderer Stelle besser zu werden“, sagte er. Gleichzeitig betonte der verheiratete Vater zweier Kinder: „Wir machen das nicht, um Personal abzubauen.“ In Einzelfällen könne es aber unter Nutzung der Fluktuation zu Streichungen kommen.

Pauly sagte, dass die Standorte Kassel-Göttingen-Lohfelden und Fulda von der Kundenstruktur sehr gut zueinander passten. Er bleibt Kassel vorerst treu. Seinen Wohnort behält er. Seine Frau und die beiden Kinder bleiben hier, denn der 43-Jährige wird künftig weltweit unterwegs sein. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe“, sagte er.

Von José Pinto

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