43-Jähriger kann sich nach Angriff an nichts erinnern - Stich in Lunge

Messerattacke auf Königsplatz: Zeugen gesucht

Kassel. Nach der lebensgefährlichen Messerattacke auf einen 43-jährigen Spanier auf dem Königsplatz sucht die Polizei weiter nach Zeugen.

Obwohl sich auf dem Königsplatz zum Tatzeitpunkt kurz nach Mitternacht zahlreiche, vor allem jüngere Menschen auf dem Königsplatz aufgehalten hätten, habe sich noch niemand gemeldet, der die Tat selbst beobachtet habe, sagte am Montag Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch.

Das Opfer sei inzwischen außer Lebensgefahr und ansprechbar. Der Mann war durch mehrere Messerstiche in den Oberkörper schwer verletzt worden, einer der Stiche traf dabei einen Lungenflügel.

Der 43-jährige könne sich an nichts erinnern. Er und sein 36 Jahre alter Begleiter hätten selbst gegenüber der Polizei gesagt, dass sie an dem Abend stark betrunken waren. Der Freund, ebenfalls ein Spanier, habe die Tat nicht beobachtet, da er einige Meter weiter mit dem Handy telefonierte. Die beiden Männer sind in Kassel als Schweißer beschäftigt.

Der 43-Jährige hatte, während sein Begleiter telefonierte, offenbar recht aufdringlich andere Menschen auf dem Königsplatz um Zigaretten angebettelt. Dabei soll es im unteren Bereich des Platzes an der Haltestelle in Richtung Stern zu einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe von vier bis sechs Leuten gekommen sein. Ein bis zwei davon sollen zunächst auf den 43-Jährigen eingeschlagen haben, ein weiterer Mann soll dann mehrfach auf den Spanier eingestochen haben.

Ein junger Mann, der den Schwerverletzten auf dem Boden liegen sah, rief den Rettungsdienst. Der 43-Jährige wurde auf die Intensivstation gebracht und operiert.

Die Kasseler Kriminalpolizei ermittelt jetzt wegen versuchter Tötung. Es gebe zwar Zeugen, die gesehen hätten, wie nach dem Vorfall eine Personengruppe weggerannt sei, einige davon in Richtung des Dock 4 an der Unteren Karlsstraße, sagt Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch.

Allerdings habe man noch keinen Zeugen gefunden, der die Attacke selbst beobachtet habe. Wer Hinweise zum Tathergang oder auf die Täter geben kann, wird gebeten sich zu melden. (rud)

Hinweise: Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. 05 61/91 00.

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