Außenarbeiten Ende August fertig – Glinicke will Fördergeld beantragen

Messinghof wird aufpoliert

Maßarbeit: Horst Küllmer (links) und Lothar Resthel bereiten den Bodenbelag auf dem Platz vor dem Messinghof für das Pflastern vor. Foto: Koch

Bettenhausen. Gut 600 000 Euro wird der Kasseler Autohändler Peter Glinicke am Ende des Jahres in die Sanierung des Industriedenkmals Messinghof an der Leipziger Straße investiert haben. Für das kommende Jahr will er beim Land Fördergeld aus dem Denkmalschutz beantragen. Die Stadt Kassel habe für die Antragstellung ihre Unterstützung zugesichert, sagt er. Finanziell steuere die Stadt jedoch nichts zu dem Projekt bei. Die Gesamt-Sanierungskosten schätzt Glinicke auf mindestens drei Millionen Euro.

Anfang des Jahres hatte Florian Glinicke, Juniorchef des Kasseler Autohauses, den Messinghof vom Fuldaer Autohändler Peter Jacob gekauft. Glinicke betreibt nebenan auch seit Kurzem das Autohaus „Glinicke British Cars Kassel“. Auf dem Gelände des Messinghofs, wo einst die Kupferplatten für die Herkulesfigur geschmiedet wurden, sollen restaurierte Oldtimer ausgestellt und verkauft werden.

Derzeit wird laut Seniorchef Peter Glinicke die 17 000 Quadratmeter große Hoffläche saniert. Unter anderem wurden der Hof zum Teil mit den dort ausgegrabenen Steinen neu gepflastert und die Mauern instand gesetzt. Im vorderen Gebäude müssen laut Peter Glinicke einige morsche Balken im Fachwerk ersetzt werden. Anschließend erhalte die Fassade einen Putz in „zartem Gelb“.

Derzeitige Überlegungen sehen auf dem Hof eine gewölbte, etwa 200 Quadratmeter große Glashalle als Ausstellungsfläche für die Oldtimer vor. Die Fläche an der Straße ist für die Präsentation der britischen Edelkarossen des Autohauses vorgesehen.

Das Erdgeschoss des Hauptgebäudes des Messinghofs, das etwa 400 Quadratmeter misst, soll als zusätzliche Präsentationsfläche für die Oldtimer genutzt werden. Etwa drei bis vier Autos finden laut Glinicke dort Platz. Im ersten Stock entstehen Seminarräume für Veranstaltungen und Schulungen. Für das kommende Jahr hat sich Glinicke die Sanierung des Dachstuhls und der Fenster vorgenommen. „Dann ist erst mal wieder ein Batzen Geld weg“, sagt er. Aber es sei wichtig, dass das Gebäude dicht sei, um es vor weiteren Schäden zu schützen. Den Plänen nach soll es weitgehend unverändert bleiben.

Das gesamte Projekt will Glinicke stufenweise realisieren. Ende August sollen die Außenarbeiten abgeschlossen sein. „Ich kontrolliere den Fortschritt der Bauarbeiten jeden Abend“, sagt der Seniorchef.

Von Mirko Konrad

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.