Nachfolger für Helbig

Dr. Michael Maxelon wird neuer KVV-Vorstandschef

Wird zum Jahresanfang 2016 neuer Vorsitzender der KVV-Geschäftsführung: Dr. Michael Maxelon (45). Foto: Piechowski (nh)

Kassel. Dr. Michael Maxelon wird neuer Vorsitzender der Geschäftsführung der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV). Der 45-Jährige folgt damit auf Andreas Helbig, der als Chef des Stadtkonzerns Ende dieses Jahres in Ruhestand geht.

Der neue Chef des Stadtkonzerns KVV stammt aus Kassel. Nach beruflichen Stationen in Frankfurt, Krefeld und Stuttgart kehrt Dr. Michael Maxelon im kommenden Jahr nach Nordhessen zurück. „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben in meiner Heimatstadt Kassel an der Spitze dieses erfolgreichen Konzerns mit seinen vielen qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, erklärt der 45-jährige Familienvater.

Maxelon wurde am Mittwoch vom Aufsichtsrat zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) gewählt. Er löst an der Konzernspitze Andreas Helbig ab, der nach 20 Jahren in der Konzerngeschäftsleitung Ende dieses Jahres in den Ruhestand geht.

Der promovierte Physiker Maxelon hat Physik und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Göttingen studiert. Anschließend war er sieben Jahre bei der internationalen Managementberatung A.T. Kearney GmbH in Frankfurt als Senior Manager tätig, bevor er zu den Stadtwerken Krefeld wechselte. Dort war er von 2008 bis 2012 Leiter der Unternehmensentwicklung und Geschäftsführer von Tochterunternehmen.

Seit 2012 ist er Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart GmbH, die er nach deren Gründung im Jahr 2011 aufgebaut hat. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt lässt man den erfolgreichen Manager nur ungern ziehen. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) bedauert das Ausscheiden von Maxelon zum Jahresende 2015. „Mit ihm verlieren die Stadtwerke Stuttgart einen profunden Kenner des Energiesektors, der den Stadtwerken Stuttgart wichtige Impulse gegeben hat“, erklärt Kuhn. Er dankte dem scheidenden Stadtwerke-Chef für die erfolgreiche Aufbauleistung und wünschte Maxelon für dessen berufliche Zukunft in Kassel nur das Beste. Durch die zehnmonatige Übergangszeit bis zu seinem Wechsel nach Kassel sei eine verantwortungsvolle Übergabe seiner bisherigen Geschäftsführertätigkeit an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger möglich, erklärt Maxelon.

Im Kasseler Rathaus freut man sich über den neuen Konzernlenker. „Mit Dr. Maxelon haben wir einen KVV-Vorsitzenden gefunden, der den gut aufgestellten städtischen Versorgungs-Konzern verantwortungsbewusst leiten und die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortsetzen wird“, erklärt Oberbürgermeister und KVV-Aufsichtsratsvorsitzender Bertram Hilgen (SPD). Maxelon sei ein erfahrener Manager in kommunalen Versorgungs-Unternehmen. Der 45-Jährige soll von Andreas Helbig auch dessen Funktionen in den KVV-Tochterunternehmen übernehmen: als Vorsitzender des Vorstandes der Städtische Werke AG, als Vorsitzender des Vorstandes der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG sowie als Vorsitzender der Geschäftsführung der Städtische Werke Energie + Wärme GmbH.

Topverdiener

Im Konzern der Stadt Stuttgart zählt Maxelon zu den Topverdienern. Laut Stuttgarter Nachrichten liegt das Jahreseinkommen des Stadtwerke-Chefs bei insgesamt rund 380.000 Euro jährlich. Man darf davon ausgehen, dass sich der künftige KVV-Chef bei seinem Wechsel nach Kassel finanziell verbessert. Wieviel Geld Maxelon ab 2016 in Kassel bekommt, will Hilgen nicht beziffern. Erst im nächsten Beteiligungsbericht der Stadt wird das nachzulesen sein. In dem Bericht werden die Bezüge des Spitzenpersonals offengelegt.

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