Eberlein hat Formel-1-Fahrer kennengelernt

Kassels Ferrari-Händler drückt Michael Schumacher die Daumen

Hofft, dass sich Schumacher wieder erholt: Der Kasseler Ferrari-Händler Helmut Eberlein. Archivfoto: Koch

Kassel. Die Nachricht von Michael Schumachers schwerem Skiunfall erreichte den Kasseler Ferrari-Händler Helmut Eberlein in Italien. „Ich habe im Radio davon gehört“, sagt Eberlein. Er kennt den siebenfachen Formel-1-Weltmeister aus persönlicher Begegnung:

Auch hat Schumacher schon Probefahrten in Straßen-Ferraris von Eberlein unternommen. Der Kasseler, der selbst jahrelang Motorradrennen fuhr, drückt dem Verunglückten die Daumen.

Mit Kasseler Auto unterwegs: Michael Schumacher mit RTL-Moderator Kai Ebel. Schumacher hatte zuvor eine Probefahrt mit Eberleins Ferrari 599 GTB Fiorana F1 unternommen. Das Foto hat Andreas Birner (Schauenburg) bei den Ferrari-Racingdays 2006 auf dem Nürburgring geschossen. Foto: Birner

Zuletzt war der 62-jährige Eberlein dem Kerpener bei einem Händler-Treffen am Hockenheimring begegnet. „Das war etwa vor fünf Jahren. Er hat mir gratuliert, weil ich damals zum besten Ferrari-Händler Deutschlands gewählt wurde“, sagt Eberlein. Im Fernsehen wirke Schumacher oft abgeklärter als er eigentlich sei. „Wenn du ihn persönlich triffst, strahlt er wesentlich mehr Wärme aus.“

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Als der Kasseler in Italien von Schumachers Unfall hörte, ging ihm vor allem ein Gedanke durch den Kopf: „Ich dachte, das kann doch nicht wahr sein. Da fährt jemand so viele Formel-1-Rennen und übersteht das und dann passiert so etwas.“

Mit Risiken kennt sich Eberlein aus: Von 1975 bis 1987 bin ich selbst noch Motorradrennen gefahren. „In dem Jahr bin ich mit meinem Superbike in Hockenheim gestürzt, danach habe ich beschlossen, aufzuhören.“ Eberlein lag damals mit gebrochenem Bein und Fuß im Krankenhaus. Anschließend fing seine Leidenschaft für Ferrari an. Ab 1988 verkaufte der einstige Motorradhändler Ferrari.

Einst selbst auf der Rennstrecke: Helmut Eberlein gab bis 1987 selbst bei Superbike-Rennen Gas. Foto: privat

Zuhause hat Eberlein auch ein Andenken von Schumacher: Einen seiner Rennfahreroveralls. Auch habe er für einen seiner Kunden einen Formel 1-Wagen von Schumacher gekauft. „Wir stehen seit jeher im Kontakt mit der Formel 1-Abteilung von Ferrari und auch schon als noch Jean Todt Teamchef war“.

Beim ersten Treffen mit Schumacher im Jahr 1996 habe dieser bei der Demonstration eines Ferrari 550 Maranello auf dem Armaturenbrett unterschrieben. Der Wagen sei aber längst verkauft.

Nun will Helmut Eberlein aber erstmal von Italien aus verfolgen, wie es mit Schumachers Gesundheitszustand weitergeht.

Von Bastian Ludwig

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