Bis zu 45 Prozent Anstieg: Kasseler Mieten und Immobilienpreise wachsen in die Höhe

Kassel. Mieten und Immobilienpreise sind in Kassel erheblich gestiegen. 2013 legten die Mieten im Schnitt um fünf Prozent zu, seit 2003 kletterten sie je nach Wohnqualität sogar um 30 bis 45 Prozent.

Allerdings kommen die Wohnkosten von extrem niedrigem Niveau und liegen heute noch weit unterhalb der Mietpreise in den weit kleineren Städten Göttingen, Paderborn und Marburg, wo das Mietpreisniveau um 20 bis 30 Prozent über dem Kassels liegt.

Analog dazu sind auch die Immobilienpreise zum Teil stark gestiegen - allein 2013 je nach Größe und Nutzungsart um bis zu 15 Prozent. Spitzenreiter waren Reihenhäuser, die sich wegen der hohen Nachfrage um 15 Prozent auf durchschnittlich 153.000 Euro verteuerten, gefolgt von freistehenden Einfamilienäusern mit einem Aufschlag von neun Prozent auf im Schnitt 239.000 Euro. Wohnbauland verteuerte sich im selben Zeitraum im Schnitt um fast zwölf Prozent.

Das geht aus dem aktuellen Immobilienmarktbericht und aus der neuen Bodenrichtwertkarte hervor, die Stadtbaurat Christof Nolda und der aus Immobilenfachleuten bestehende Gutachterausschuss gestern vorlegten. Nolda wertete die positive Entwicklung als Zeichen für wirtschaftliche Dynamik der Stadt. Sie schaffe zunehmend Anreize für Investoren und Private, in Immoblien zu investieren. Die Gefahr von unbezahlbarem Wohnraum gerade für arme Haushalte sieht er derzeit angesichts der vergleichsweisen geringen Mieten aber nicht.

Immobilenmakler Dr. Hans-Jürgen Kampe nannte aber weitere Gründe für die Preissteigerungen gerade bei Wohnhäusern. Viele Projekte verteuerten sich wegen steigender Kosten infolge wachsender Anforderungen an Energie-Effizienz und Barrierefreiheit.

Von José Pinto

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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