Forderung nach altersgerechtem Umbau, Moderniserung und Energieeinsparung von Immobilien

Mieterbund für Erhalt des Wohnungsamtes

Eberhard

Kassel. Der Mieterbund Nordhessen fordert den Erhalt des städtischen Wohnungsamtes. Im Rathaus gibt es Überlegungen, die Aufgaben in andere Ämter zu verlagern.

Wenn Amtsleiterin Ingrid Steinbach an die Spitze des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes wechselt, könnte das Wohnungsamt aufgelöst und eine Amtsleiterstelle eingespart werden. Der Mieterbund hält ein kompetentes Wohnungsamt aber für wichtiger denn je, sagt der stellvertretende Vorsitzende Eberhard Fischer. Denn in Kassel fehlten zahlreiche Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen, die Modernisierung von älteren Wohnungen zur Energieeinsparung sei bei weiter steigenden Energiepreisen dringend notwendig und die steigende Zahl älterer Menschen mache den altersgerechten Umbau von Mietwohnungen nötig. Die Verlagerung der Abteilungen auf andere Ämter lasse nichts Gutes hoffen, erklärt Fischer. Zudem könne nicht akzeptiert werden, dass sich die Stadt mit dem Wegfall der Einnahmen aus der Fehlbelegungsabgabe für Sozialwohnungen offenbar auch aus der finanziellen Steuerung von wohnungspolitischen Aufgaben verabschieden wolle.

Mit dem Hinweis, nach der Abschaffung der Fehlbelegungsabgabe sei ohnehin kein Geld für Wohnungspolitik mehr vorhanden, leiste die Stadtverwaltung einen wohnungspolitischen Offenbarungseid, kritisiert Fischer. Der Mieterbund Nordhessen fordere deshalb insbesondere die Kasseler Stadtverordneten auf, sich dafür einzusetzen, dass das Wohnungsamt erhalten bleibe und mit dem notwendigen Geld für Wohnungspolitik ausgestattet werde. An Aufgaben, die angepackt werden müssten, fehle es nicht. (ach)

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