Haus & Grund hofft auf schnelle Neuregelung des Mietrechts

Mietnomaden sind Ärgernis

Wolfram Kieselbach

Kassel. Die Mieter-Auswahlkriterien bei der Wohnungsbaugesellschaft GWG zeigen nach Ansicht des Haus- und Grundeigentümerverbandes Kassel die Notwendigkeit einer geplanten Gesetzesänderung, die die Rechte von Vermietern gegenüber sogenannten Mietnomaden stärken soll.

Nicht nur die stadteigene GWG, sondern nahezu alle Vermieter in Kassel prüfen vor Vertragsabschluss die Zahlungsfähigkeit von Wohnungsinteressenten, sagte Haus & Grund-Vorsitzender Wolfram Kieselbach. Viele hätten „mit Nichtzahlern schlechte und teure Erfahrungen gemacht“.

Die zunehmende Wachsamkeit der Vermieter habe ihre Ursache darin, dass eine Räumung solcher Wohnungen „nicht immer binnen neun bis zwölf Monaten wie bei der GWG durchgeht und auch die Schäden schnell 20 000 Euro betragen und damit doppelt so hoch wie bei der GWG ausfallen“, so Kieselbach. Insbesondere ein privater Kleinvermieter gerate dann leicht selbst in den finanziellen Ruin.

Nach einer Änderung des Mietrechts solle es künftig möglich werden, Nichtzahler „im Schnellverfahren binnen weniger Monate vor die Tür setzen zu können, wenn diese fehlende, streitige Mietzahlungen nicht bei Gericht hinterlegen“. Mit dieser Regelung werde „die Bereitschaft, finanziell nicht ganz so gut gestellten Mietinteressenten einen Mietvertrag zu geben, sicher wieder größer werden“, meint der Vorsitzende des Haus- und Grundeigentümerverbandes. (asz)

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