Quadratmeterpreis nur noch in Waldau unter sechs Euro

Nordstadt legt am meisten zu: Mieten in Kassel um einen Euro gestiegen

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Uni als Indikator: In Nord-Holland gingen die Mieten seit 2014 drastisch in die Höhe.

Wohnen zur Miete wird in der Stadt immer teurer. Wir erklären, wo in Kassel seit 2014 die Preise explodiert sind. 

Die Mietpreise in Kassel und der Region sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Durch eine Datenauswertung des Immobiliendienstleisters empirica-systeme gibt die HNA einen exklusiven Überblick über die mittleren Preise pro Quadratmeter – ein Querschnitt aus einfachem, mittlerem und gutem Wohnwert – sowie deren Entwicklung zwischen 2014 und 2018 in allen Kasseler Stadtteilen.

Wilhelmshöhe ist am teuersten

Allgemein lässt sich festhalten, dass Wohnen zur Miete in der Stadt um gut einen Euro teurer geworden ist. Der mittlere Quadratmeterpreis stieg in vier Jahren von 6,58 auf 7,57 Euro um 15 Prozent. Am teuersten wohnt es sich aktuell in Bad Wilhelmshöhe. Dort liegt der Quadratmeter bei 8,65 Euro. Dicht dahinter folgen Jungfernkopf mit 8,52 Euro, Mitte mit 8,22 Euro und Vorderer Westen mit 8,17 Euro. Den größten Sprung hat im oberen Preissegment Mitte um 21 Prozent gemacht. Ebenfalls auf oder über der Acht-Euro-Marke liegen Brasselsberg (8,06 Euro) und Wesertor (8 Euro).

In Waldau sind die Mieten kaum gestiegen

Am anderen Ende der Skala findet sich Waldau mit 5,81 Euro pro Quadratmeter. Es folgen Süsterfeld/Helleböhn mit 6,06 Euro, Oberzwehren mit 6,35 Euro, Philippinenhof-Warteberg mit 6,62 Euro, Forstfeld und Wolfsanger/Hasenhecke mit je 6,80 Euro, Rothenditmold mit 6,82 Euro und Fasanenhof mit 6,89 Euro, die trotz teils deutlicher Steigerung der Mieten von bis zu 23 Prozent noch im unteren Preissegment liegen.

Waldau ist somit der einzige Stadtteil, in dem der Quadratmeter noch weniger als sechs Euro kostet. Die Steigerung des Mietpreises lag dort seit 2014 bei lediglich einem Prozent. Zum Vergleich: 2014 lag noch in neun Stadtteilen der mittlere Quadratmeterpreis unter sechs Euro.

Universität treibt Preise in Nordstadt und Wesertor hoch

Darunter: Nord-Holland. Der Universitätsstadtteil machte zwischen den Erhebungsjahren den größten Sprung im gesamten Stadtgebiet. Um satte 28 Prozent ging dort der Quadratmeterpreis von 5,60 auf 7,14 Euro hoch. Die Nähe zur Uni dürfte auch für die verhältnismäßig hohen Preise in Wesertor sorgen, wo der Quadratmeterpreis um 14 Prozent stieg. Überdurchschnittlich gestiegen sind die Mieten überdies in Bettenhausen (+19 Prozent) und Niederzwehren (+21 Prozent). In Unterneustadt (+9 Prozent), Wehlheiden (+10 Prozent), Nordshausen und Harleshausen (beide +13 Prozent), Südstadt und Kirchditmold (beide +15 Prozent) sind die Mietpreise durchschnittlich oder leicht geringer gestiegen.

In den vier Jahren zwischen den Stichproben von empirica sind sechs Kasseler Stadtteile ins obere Preissegment gestiegen. 2014 lag der mittlere Quadratmeterpreis nirgendwo bei acht Euro pro oder mehr.

Eine interaktive Karte mit den mittleren Preisen für Wohnungsmieten in allen Gemeinden unseres Verbreitungsgebiets finden Sie in dieser Übersicht.

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