Schäden mit Vorjahr vergleichbar – Kreis hat geringes Budget

Milder Winter schont Straßen in der Region

Kassel. Die Temperaturen steigen, aber die Laune der Autofahrer sinkt angesichts der Schlaglochpisten, in die sich einige Straßen in und um Kassel im Winter verwandelt haben.

Der Umfang der Winterschäden auf Kassels Fahrbahnen ist laut Stadtsprecher Ingo Happel-Emrich vergleichbar mit dem des vergangenen Jahres. Damals war schon vor dem Winter jede vierte Straße kaputt.

Wie groß die Schäden auf Kassels Straßen konkret sind, könne nicht beziffert werden, denn „die Stadt Kassel führt keine Schlaglochstatistik“. Das Erkennen und Beseitigen von Straßenschäden zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit habe Priorität.

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Für die Unterhaltung des Kasseler Straßennetzes stehen Happel-Emrich  zufolge für das gesamte Jahr 2,8 Millionen Euro zur Verfügung. Milde Winter mit wenigen Schäden erlaubten der Stadt, die eingesparten Gelder im Laufe des Restjahres für andere Zwecke einzusetzen.

Eine Bilanz der Schadenssituation an den Straßen im Landkreis wird nach Auskunft von Landkreis-Sprecher Harald Kühlborn von den Straßenmeistereien erst gegen Ende März erstellt. Konkrete Aussagen seien daher aktuell nicht möglich. „Der Winter 2014/15 war allerdings eher durchschnittlich, so dass wir nicht mit einer starken Zunahme durch Frostschäden rechnen.“

Das Budget des Landkreises für den Straßenunterhalt liegt laut Kühlborn bei rund 1,15 Millionen Euro für 2015. „Um den Zustand der Kreisstraßen auf dem aktuellen Level zu halten, wären rund zwei Millionen Euro notwendig. Als Schutzschirmkommune müssen wir jedoch sparen.“, beklagt Kühlborn.

Die Straßenmeister von Hessen Mobil sind nach Angaben von Sprecher Horst Sinemus noch im Winterdienst. Sie betreuen 210 Kilometer Autobahnen, 660 Kilometer Bundesstraßen, 1500 Kilometer Landesstraßen und 1240 Kilometer Kreisstraßen in Nordhessen.

Lesen Sie in der gedruckten Ausgabe am Montag außerdem:

- Schlaglöcher können der Stadtverwaltung telefonisch oder online gemeldet werden

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