Legendäre Propellermaschine

Millionen-Angebot für Fieseler Storch - Flugzeug soll zurück nach Kassel

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Hoffnung auf baldige Rückkehr: Der Fieseler Storch ist nach Paderborn geflogen und überwintert dort. Er soll aber so bald wie möglich eine eigene Halle am Airport Kassel bekommen.

Kassel. Der Fieseler Storch ist das berühmteste Flugzeug, das in Kassel gebaut wurde. Derzeit steht die legendäre Propellermaschine aus dem Jahr 1943 mal wieder in Paderborn.

Als Dauerlösung ist das allerdings nicht gedacht. „Die Miete für die Halle und die höheren Wartungskosten durch die Fahrerei können wir uns auf die Dauer nicht leisten“, sagt Hartmut Fischer, der Vorsitzende des Fördervereins. Der hat den Storch nicht nur für eine sechsstellige Summe originalgetreu restauriert, der Verein kümmert sich auch in Absprache mit der Stadt Kassel um den Erhalt des wertvollen Flugzeugs.

Bereits mehrfach hatte es Kritik gegeben, dass beim Neubau des Kasseler Airports in Calden nicht gleich eine Halle für den Storch gebaut worden ist. Mittlerweile hat der voll flugtaugliche Oldtimer auch keinen Platz mehr am alten Flughafen Calden. Hier sind nach wie vor Flüchtlinge aus Krisengebieten untergebracht. „Aus Sicherheitsgründen dürfen da keine Flugzeuge mehr starten und landen“, sagt Hartmut Fischer. Er hofft darauf, dass die seit längerem laufenden Gespräche mit dem Land Hessen und der Stadt Kassel bald zu einem Ergebnis führen. Die bislang als Übergangslösung diskutierten Hallen in Calden seien für den Fieseler Storch nicht geeignet. Wenn man das wertvolle Flugzeug nicht gefährden wolle, brauche man einen trockenen und beheizbaren Raum.

Bislang scheitert das noch an den Kosten. Der Verein hat unter anderem von der Fieseler Stiftung, aber auch von anderen Sponsoren, Zusagen in Höhe von 300.000 Euro. Etwa die gleiche Summe sei noch einmal nötig, um den Bau einer eigenen Halle zu realisieren, sagt Fischer. Ein geeignetes Grundstück stehe zur Verfügung.

Testflug in den 1930er-Jahren: Firmenchef Gerhard Fieseler mit dem Storch über Kassel.

Sammler bietet viel Geld

Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) hat nach eigenen Angaben Kontakt mit dem Land aufgenommen. Ziel sei eine gemeinsame Lösung für den Storch. Der solle auf keinen Fall dauerhaft in Paderborn bleiben. Die Stadt hatte den Storch 1976 in Süddeutschland gekauft. Er hing lange unter der Decke des Kulturbahnhofs, ehe ihn der Förderverein ab 2006 restaurierte. Heute ist der Fieseler Storch eine Rarität und wäre bei Sammlern überaus begehrt. „Aus den USA gibt es ein Angebot über 1,2 Millionen Dollar“, sagt der Vereinsvorsitzende. Es sei allerdings das erklärte Ziel, dass der in Kassel gebaute Storch in Nordhessen bleibe. „Dafür brauchen wir aber eine Lösung noch in diesem Jahr“, sagt Fischer. Viel länger könne der Verein die hohen Kosten nicht mehr aufbringen.

Das langfristige Ziel sei eine Ausstellungshalle, in der neben dem Storch auch andere Oldtimer präsentiert werden könnten. Kontakt zu Interessenten bestehe bereits. Eine solche Halle könne zu einer Besucherattraktion am Flughafen werden.

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