Zwölf Stadtteile profitieren

Für 113 Millionen Euro: An diesen Stellen soll Kassel schöner werden

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Wird zum grünen Band: Die Wilhelmshöher Allee. Das Geld dafür kommt aus der Städtebauförderung. Am kommenden Samstag, 5. Mai, beginnt um 11 Uhr an der Tram-Haltestelle Berlepschstraße (Bild) eine Baustellenbesichtigung.

Kassel. Fast 113 Millionen Euro werden bis 2028 in die Städtebauförderung in Kassel fließen. In zwölf Stadtteilen wird mit dem Geld für Verbesserungen gesorgt. Wir erklären, wie.

So geschieht dies etwa durch mehr Grün, die Sanierung von Stadtteilzentren oder Straßenumgestaltungen wie an der Friedrich-Ebert-Straße oder der Wilhelmshöher Allee. Am Tag der Städtebauförderung am Samstag, 5. Mai, können sich die Bürger auf Infoveranstaltungen davon einen Eindruck verschaffen.

Etwa zehn Prozent des gesamten Stadtgebiets und circa 25 Prozent der Wohnbauflächen in Kassel sind Fördergebiete – insgesamt annähernd 1100 Hektar.

„Kassel liegt sehr gut im Rennen“, sagt Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne). Die Stadt sei bei Bund und Land Hessen „als engagierte Abnehmerin des Fördergeldes“ bekannt. Es bleibt in den Fördergebieten meist nicht allein bei den Investitionen der Stadt. „Ein Euro Städtebauförderung löst sieben Euro Privatinvestitionen aus“, erklärt Nolda. Besonders an der Friedrich-Ebert-Straße sei es mit und nach dem Umbau gelungen, sehr hohe private Investitionen herauszulocken.

Zwar muss auch die Stadt eigenes Geld dazulegen, wenn mit Hilfe der Förderung gebaut werden soll. Aber die Förderquoten liegen bei mindestens 65 Prozent und bestenfalls bei 90 Prozent wie bei Umbau und Begrünung der Wilhelmshöher Allee. Deshalb greift man im Rathaus gern in die Fördertöpfe.

Weil die Bürger heute viel stärker mitreden dürfen, wird für Diskussion, Vorbereitung und Planung viel Zeit benötigt. „Wir wollen die Bürgerbeteiligung stärken“, gibt Bauamtschef Volker Mohr das Ziel vor.

Im Landkreis Kassel wird nur das Programm „Aktive Kernbereiche in Hessen“ aus der Städtebauförderung genutzt. Die Städte Wolfhagen und Grebenstein greifen für Verbesserungen in diesen Fördertopf.

Das sind die derzeitigen Pläne:

Nordstadt

Im Stadtteil Nord-Holland wurden die Fördervorhaben zwar schon 2012 abgeschlossen (Investitionsvolumen: 6,1 Mio. Euro), aber trotzdem geht es dort jetzt bis 2018 weiter. Das Kulturzentrum Schlachthof in der Nordstadt wird für 3,8 Mio. Euro saniert. Die weiteren Vorhaben:

Wesertor, Pferdemarkt

14,8 Mio. Euro, läuft seit 2007 bis 2020, Beispiele sind die Förderung für den Kinder- und Jugendbauernhof, die Schaffung der Grünanlage Fuldaufer-Bleichwiesen, geplant ist die Umgestaltung des Wohnquartiers Pferdemarkt.

Rothenditmold

Läuft seit 2010 bis 2023, 11,8 Mio. Euro, Haus der Zukunft, 3-D-Bewegungslandschaft.

Oberzwehren

Läuft seit 2004 bis 2020, 7,1 Mio. Euro, Spiellandschaft Dönchebach, Wohnumfeldverbesserungen.

Forstfeld und Waldau

Läuft seit 2016 bis 2026, 9,2 Millionen Euro, Sanierung und Modernisierung Haus Forstbachweg, Entwicklungskonzept Wohnstadt Waldau.

Bettenhausen und Unterneustadt

Läuft seit 2016 bis 2026, 15,8 Mio. Euro, Sanierung und Modernisierung Stadtteilzentrum Agathof, neues Wohnquartier auf Areal der ehemaligen Eichendorff-Schule.

Friedrich-Ebert-Straße und Königsstraße

Läuft seit 2008 bis 2019, 11,1 Mio. Euro, Umbau Friedrich-Ebert-, Goethe- sowie Königsstraße.

Wilhelmshöher Allee und Bergpark Wilhelmshöhe

2014 bis 2018, 11,5 Mio. Euro, Umbau und Begrünung Wilhelmshöher Allee, Wasserfall Roseninsel, Mulang 8.

Stadtmitte, Frankfurter Straße, Park Schönfeld

Läuft jetzt an bis 2026, 7,3 Mio. Euro, Sanierung Entenanger, Frankfurter Straße, Entwicklung Park Schönfeld.

Wehlheiden

Läuft in diesem Jahr an, 14,2 Mio. Euro, alter Ortskern und Stockplatz.

Von Jörg Steinbach

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