29 Millionen Euro teurer Neubau für Modehaus Peek & Cloppenburg wächst

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Großbaustelle: Der Rohbau für das Modehaus Peek & Cloppenburg auf dem Königsplatz wächst in die Höhe. Anfang August soll der Rohbau fertig sein.

Kassel. Nun geht es Schlag auf Schlag. Der Neubau für Peek & Cloppenburg (P & C) auf dem Königplatz wächst flott in die Höhe. Im Februar wurde die Bodenplatte gelegt, Anfang August - ein halbes Jahr nach dem Start der Hochbauarbeiten - soll der Rohbau für das Modehaus fertig sein.

„Es läuft alles wie am Schnürchen“, sagt Polier Andreas Kastrop von der Baugesellschaft Emmeluth. Das Kasseler Unternehmen ist für den Rohbau des Modehauses verantwortlich. Vorbei sind die Monate voller Anspannung wegen der problematischen Bodenverhältnisse auf dem Königsplatz, welche die Gründung erschwerten und den 29 Millionen Euro teuren Neubau um Monate verzögerten.

Die Arbeiten an der bis zu zwölf Meter tiefen Baugrube hatten auch das benachbarte denkmalgeschützte Kaskade-Kino in Mitleidenschaft gezogen. Zement, der zur Stabilisierung der Fundamente unter das Gebäude gepresst worden war, hatte sich durch den Fußboden im Kinosaal nach oben gedrückt. Die Bauaufsicht war ständig vor Ort, es ging nur in kleinen Schritten voran.

Alles im Blick: Andreas Kastrop von der Baugesellschaft Emmeluth ist als Polier auf der Baustelle im Einsatz.

Nun können Passanten zuschauen, wie der Rohbau in die Höhe wächst. Das Interesse an der Großbaustelle im Herzen der Stadt, über der sich zwei Kräne drehen, ist groß. „Alle sind erstaunt, dass es so schnell nach oben geht“, sagt der Polier. Für ihn und sein Team ist das Tempo, in dem der Bau wächst, allerdings nichts Besonderes. „Das ist unser tägliches Brot“, sagt Kastrop. Tag für Tag werden 30 Kubikmeter Beton verbaut. Spätestens in einer Woche soll die Decke des zweiten der drei Obergeschosse eingezogen werden. Dafür wird achtmal so viel Beton gebraucht.

Bei Bedarf arbeiten die Männer bis spät abends in zwei Schichten. Das warme und trockene Frühlingswetter kommt da gerade recht - eine Entschädigung für den harten Winter. „Das haben wir auch verdient“, sagt Kastrop. Nur sonntags ruht die Baustelle. Wenn der Rohbau steht, werden 400 Tonnen Eisenmatten und Stäbe im Beton verbaut sein.

Die Berliner Investment Group errichtet das Geschäftshaus für Peek & Cloppenburg. Das Modehaus entsteht anstelle des abgerissenen Henschelhauses auf dem Grundstück zwischen Königsplatz, Lyceumsplatz und Wolfsschlucht. Die Fassade des historischen Gebäudes soll rekonstruiert und in den Neubau integriert werden. Der preisgekrönte Fassadenentwurf, der Alt und Neu vereint, stammt von dem Kasseler Architekten Friedemann Roller (Roller Architekten).

P & C will den Innenausbau in Eigenregie übernehmen und Anfang 2012 öffnen.

Von Ellen Schwaab

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