Zusätzliches Geld von Bund und Land macht etliche Bauprojekte möglich

Millionen fließen ins Wesertor

Soll bis 2023 umgestaltet werden: Für den Pferdemarkt stehen 3,1 Millionen Euro bereit.
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Soll bis 2023 umgestaltet werden: Für den Pferdemarkt stehen 3,1 Millionen Euro bereit.

Mit zusätzlichen Millionen aus Fördertöpfen von Bund und Land kann die bauliche Aufwertung des Wesertors fortgesetzt werden. Schulhofaufwertungen, Freiraumgestaltungen und Straßensanierungen sollen so finanziert werden.

Kassel - Über das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt im Quartier“ fließen weitere 1,1 Millionen Euro in den Stadtteil, teilt Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne) mit.

Der Stadtteil Wesertor hat sich dank des Bund-Länder-Förderprogramms, das früher „Soziale Stadt“ hieß, bereits gut entwickelt. 2007 wurde der Stadtteil in das Programm aufgenommen. Mehr als zehn Millionen Euro sind seitdem aus Fördertöpfen in den wachsenden Stadtteil geflossen.

Die nun bewilligten 1,1 Millionen Euro muss die Stadt Kassel durch eigene Mittel auf knapp 1,5 Millionen Euro aufstocken.

Mit dem Geld soll unter anderem der geplante Sporthof für das Goethe-Gymnasium am Standort Ysenburgstraße realisiert werden. Auf Teilen des jetzigen Parkplatzes entsteht ein Multifunktions-Spielfeld, das als Sport- und Aufenthaltsfläche genutzt werden kann. Eine Kletterwand dient gleichzeitig als Lärmschutz zur Ysenburgstraße.

Wird bereits verschönert: Der Spielplatz am Hanseatenweg hinter dem Hansa-Haus.

Zudem wird die bereits laufende Aufwertung des Spielplatzes am Hanseatenweg, der hinter dem Hansa-Haus liegt, finanziert. Darüber hinaus habe man erste Mittel für die neu zu schaffende Fußgängerquerung auf der Kurt-Schumacher-Straße in Höhe der Mittelgasse einwerben können, so Stadtbaurat Nolda. Ebenfalls stehe weiteres Geld für die Umgestaltung des Schützenplatzes im Pferdemarktquartier bereit.

Sportplatz statt Parkplatz: Am Goethe-Gymnasium an der Ysenburgstraße ist eine Umnutzung geplant.

Für die geplante Aufwertung des Pferdemarktquartiers hatte die Stadt bereits in der Vergangenheit mehrere Förderungen erfolgreich beantragt. Mit dem nun eingegangenen Bescheid sei der Umbau des Pferdemarkts möglich. Sowohl die dortige Grünanlage wie der Straßenraum sind Teil des Konzepts. Die denkmalgeschützte Anlage ist ein wichtiger Treffpunkt im Quartier. Er soll für insgesamt 3,1 Millionen Euro aufgewertet werden. Die Arbeiten sollen bis 2023 abgeschlossen werden. Schon in diesem Jahr soll es erste sichtbare Veränderungen im Stadtteil geben. Mithilfe von kleineren Sofortmaßnahmen, die durch den Förderbescheid weitere 23 000 Euro erhalten, soll in diesem Jahr ein Fassadenkunst-Projekt im Wesertor gestartet werden. Erste geeignete Fassaden konnten bereits in Kooperation zwischen der Initiative Urbane Experimente und der Stadt Kassel gefunden werden. Weitere Fassaden werden aktuell noch gesucht.

Hier soll ein Überweg entstehen: Die Kurt-Schumacher-Straße erhält in Höhe Mittelgasse eine weitere Ampel.

Neben den Bauprojekten wird durch die Städtebauförderung die Arbeit des Stadtteilmanagements Wesertor finanziert. Dieses soll für die Anwohner Ansprechpartner vor Ort sein. Bereits im September wurde das Stadtteilmanagement durch ein weiteres Stadtteilbüro im Wesertor erweitert. Aufgrund der Pandemie konnte das kleine Stadtteilbüro im Pferdemarktquartier (Weißer Hof 2), das ebenfalls als Nachbarschaftstreff und Anlaufstelle neben dem Stadtteilbüro an der Weserspitze (Weserstraße 38-40) genutzt werden soll, noch nicht eröffnet werden. (Bastian Ludwig)

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