Millionendeals mit Drogen: Landgericht verhängt lange Haftstrafen

Kassel. Sie handelten mit mehr als 730 Kilogramm Marihuana im Verkaufswert von rund 2,8 Millionen Euro: Wegen millionenschwerer Drogengeschäfte sind zwei Angeklagte am Landgericht Kassel zu langen Haftstrafen verurteilt worden.

Der 46 Jahre alte Haupttäter muss für acht Jahre und elf Monate ins Gefängnis. Ein ebenfalls mitangeklagter 31-Jähriger habe aufgrund seiner Mithilfe bei der Aufklärungsarbeit nur dreieinhalb Jahre Haft bekommen, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Das Urteil war am Dienstagabend gesprochen worden.

Das Strafmaß war auch in etwa so hoch, wie die Staatsanwaltschaft plädiert hatte. Die beiden geständigen Männer brachten laut Anklage mehr als 730 Kilogramm Marihuana im Verkaufswert von rund 2,8 Millionen Euro aus Belgien und den Niederlanden nach Kassel und Berlin. Während der 46-Jährige als Haupttäter das Rauschgift ins Land schleuste oder Kuriere beauftragte, musste sich der 31-Jährige wegen Beihilfe verantworten.

Die Staatsanwaltschaft zählte in ihrer Anklage zwischen November 2009 und Dezember 2010 rund 50 Taten auf. Beide Männer räumten die Taten im Prozessverlauf ein. Der Haupttäter hatte angegeben, mit Drogen gehandelt zu haben, weil ihn Geldsorgen geplagt hätten. Das Gericht verurteilte ihn neben der Haftstrafe zudem dazu, 1,7 Millionen Euro an Wertersatz zurückzuzahlen, weil er sich in hohem Maße bereichert habe. Der Mitangeklagte soll 28 000 Euro zurückerstatten. (dpa)

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