Asbesthaut wird entfernt

1,5 Mio. für Dächer und Fassaden - GWH saniert Häuser an der Meißnerstraße

Süsterfeld-Helleböhn. Die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Hessen (GWH) saniert vier vierstöckige Gebäude an der Meißnerstraße in Helleböhn. Laut des Kasseler Geschäftsstellenleiters Christian Wedler investiert das Immobilien-Unternehmen 800.000 Euro in die Erneuerung von Dächern und Fassaden.

Im kommenden Jahr sollen drei weitere Häuser in jenem Bereich auf Vordermann gebracht werden. Kosten: 700.000 Euro.

Eigentlich wollte die GWH lediglich die Dächer der Gebäude aus den 1960er-Jahren sanieren. Dann reifte aber die Überlegung, auch gleich die Fassade zu dämmen – um eine spätere weitere Aufstellung des aufwendigen Gerüsts zu vermeiden.

Erschwert wurden und werden die Arbeiten, weil die Fassadenverkleidung teilweise aus krebserregendem asbesthaltigem Material besteht und von einer zertifizierten und qualifizierten Firma fachmännisch und nach genau vorgegebenen Richtlinien abgebaut, verpackt und entsorgt werden muss. Die hat ihre Arbeit nach übereinstimmenden Angaben der GWH und des Dezernats für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik des Regierungspräsidiums (RP) Kassel korrekt erledigt. Das Amt muss bei Asbestfragen immer eingeschaltet werden. Die Fachleute waren wiederholt auf der Baustelle, um Hinweisen von Mietern nachzugehen, Demontage und Abtransport erfolgten nicht ordnungsgemäß.

Ein Mieter berichtete, die Handwerker würden die einen Meter langen und etwa halb so breiten Platten zerbrechen. Dem widersprachen sowohl das RP als auch die GWH. „Dafür haben wir keine Hinweise“, sagte Wedler. Und RP-Sprecher Michael Conrad erklärte, dass sich das Unternehmen nach Auskunft des zuständigen Dezernats an alle Vorschriften gehalten habe.

Allerdings kam es beim Aufstellen des Gerüsts zu einer Panne. Wedler erklärte, dass das beauftragte Gerüstbauunternehmen zur Verankerung des Gerüsts die Asbestplatten an einigen Stellen durchschlagen habe, was nicht erlaubt sei, weil dann unnötig Fasern freigesetzt würden. Das Unternehmen sei schriftlich abgemahnt und darüber aufgeklärt worden, wie es beim nächsten Mal richtig arbeiten könne.

Bereits vor Beginn der Sanierung hatte die GWH die Mieter der betroffenen Häuser und der Nachbargebäude gebeten, die Fenster während der Arbeiten geschlossen zu halten, um das Gesundheitsrisiko auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Von José Pinto

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