1,3 Mio. Euro teures Stadtteilzentrum für Wesertor eröffnet

Schon in Beschlag genommen: Die Kinder aus dem Wesertor fühlten sich bei Eröffnung des Stadtteilzentrums in dieser Woche sofort wohl. Das ehemalige Gemeindehaus wurde komplett umgebaut. Fotos: Zgoll

Kassel. Im Inneren des neuen Stadtteilzentrums für das Wesertor erinnert kaum noch etwas an das ehemalige Gemeindehaus der Neuen Brüderkirche. Nach dem 1,3 Mio. Euro teuren Komplettumbau präsentiert sich das Gebäude an der Weserstraße völlig neu.

Für die Menschen im Stadtteil, aber auch alle anderen Kasseler, dürfte interessant sein, dass Räume (etwa ein großer Saal für bis zu 100 Personen) für Familienfeiern und andere Veranstaltungen angemietet werden können. Auch eine Gastronomie steht zur Verfügung.

Als Betreiber des Stadtteilzentrums nutzen das Diakonische Werk Kassel und das Kulturzentrum Schlachthof den neuen Standort für soziale und kulturelle Projekte. Dazu zählen etwa eine Essensausgabe für bedürftige Menschen („Gesegnete Mahlzeit“), die Kinderbücherei „Bücherwurm“, eine Sozialberatung, ein Eltern- und Müttercafé und ein Jugendraum. Aber neben Yogakursen, Seniorennachmittagen und Frühstückstreffs für Frauen mietet auch die Uni Räume für Veranstaltungen an.

Auf solche Vermietungen ist das Stadtteilzentrum auch angewiesen. Denn die jährlich 50 000 Euro Betriebskosten, die von der Stadt getragen werden, decken nicht alle Ausgaben ab. Ein weiterer öffentlicher Zuschuss sei zudem durch ein Beschäftigungsprojekt für Arbeitslose im Stadtteilzentrum gesichert, sagte Gerd Bechtel, Geschäftsführer des Diakonischen Werks.

Den Vortritt bei der Anmietung von Räumen haben Bewohner des Wesertors – aber auch alle anderen Kasseler können die Räume nutzen. Noch ist die Gebührenordnung nicht festgelegt. Sie solle aber „sozialverträglich“ sein, wie der Ortsvorsteher Gerhard Franz (SPD) sagte.

Bilder des neuen Zentrums

Neues Stadtteilzentrum im Wesertor

Auch der Außenbereich wurde hergerichtet. Neben einer großen Dachterrasse und einem abgetrennten Gartenbereich mit Spiel- und Grillmöglichkeiten kann der Innenhof für Veranstaltungen genutzt werden.

Leiterin des Stadtteilzentrums ist Kerstin von Loga, die zuvor im Stadtteilbüro an der Weserspitze gearbeitet hat.

Finanziert wurde der Umbau maßgeblich aus Fördergeld, das für die energetische Sanierung von sozialer Infrastruktur der Kommunen gedacht ist. Deshalb musste das Stadtteilzentrum auch energetisch auf den aktuellen Stand gebracht werden. Kontakt: Weserstraße 26, Tel. 0561/ 92 09 78 11, www.stadtteilzentrum-wesertor.de

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