Plan: Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro

Eigentümer Jochinger: Vertrag für Schlosshotel vor Abschluss

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Verhandlungen kurz vor dem Abschluss: Der Umbau des Schlosshotels Wilhelmshöhe zu einer Nobeladresse soll in diesem Jahr beginnen. 30 Millionen Euro will der Eigentümer investieren.

Kassel. Es war ein Paukenschlag, als das Kasseler Unternehmer-Ehepaar Monika und Gerhard Jochinger im Herbst 2009 das Schlosshotel Wilhelmshöhe übernahm und wenig später mit großen Plänen an die Öffentlichkeit ging. Seitdem ist es ruhig geworden um die einstmals feine Adresse, die früher ein Grand Hotel war.

„Es gab schwierige Verhandlungen, zwischendurch sah es gar nicht gut aus“, sagt Gerhard Jochinger auf Anfrage der HNA.

In den nächsten Wochen werde voraussichtlich der Vertrag mit dem Land Hessen unterzeichnet. Das 15 000 Quadratmeter große Grundstück in Erbpacht gehört dem Land. In den vergangenen Monaten gab es intensive Verhandlungen über Fragen des Denkmalschutzes und der Verträglichkeit der Umbaupläne mit den Planungen für die Anerkennung des Bergparks als Welterbe.

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Dazu und zu den detaillierten Plänen für den Umbau will sich Gerhard Jochinger erst äußern, wenn der Vertrag in trockenen Tüchern ist. Sein Ziel sei es nach wie vor, das Hotel zu einer Top-Adresse in Kassel zu machen. Dafür seien Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro vorgesehen. Im Endausbau soll das Hotel einen Vier-Sterne-Superior-Standard haben. Das ehrgeizige Ziel, den gesamten Umbau bis zur documenta im Sommer 2012 abgeschlossen zu haben, wird Jochinger nicht einhalten können. „Wir wollen einen Teilabschnitt schaffen, das ist realistisch“, sagt er.

Gerhard Jochinger

Schon jetzt mache sich bezahlt, dass die Qualität des Angebots schrittweise verbessert worden sei. Mehrere 100 000 Euro haben die neuen Besitzer dafür bereits investiert. Gerhard Jochinger spricht von einer Umsatzsteigerung um 30 Prozent im vergangenen Jahr. Genaue Übernachtungszahlen nennt er nicht. Nur so viel: Der September 2010 sei besser gelaufen als der Vergleichsmonat im documenta-Jahr 2007. „Wir haben die Wende geschafft, das Hotel schreibt wieder schwarze Zahlen“, sagt Jochinger, der das Objekt nach der Insolvenz im Herbst 2009 für 3,5 Millionen Euro ersteigert hat.

150 Zimmer

Die Pläne für die Aufwertung des Hotels hat das Kasseler Büro Ohlmeier Architekten vorbereitet. Demnach wird das Hotel unter Einbeziehung der vorhandenen Bausubstanz auf 150 Zimmer erweitert. Vorgesehen sind ein Wellness-Bereich, ein Konferenzzentrum sowie eine Tiefgarage. An der glänzenden Fassade des Hotels hatte es bei der Vorstellung der Pläne vor gut einem Jahr Kritik gegeben. Die neuen Pläne will Gerhard Jochinger präsentieren, wenn der Vertrag unterzeichnet ist. Foto:  Herzog

Mehr zum Schlosshotel und seiner langen Tradition unter www.hna.de/wiki

Von Thomas Siemon

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