65 Prozent sind in Kassel auf dem Weg zur Ganztagsschule

Mittagstisch kommt an

Kassel. In Kassel bieten inzwischen 65 Prozent aller Schulen mit Klassen vom 1. bis zum 10. Schuljahr einen Mittagstisch an. Von 48 Schulen sind es 31. Entweder sind es bereits Ganztagsschulen oder sie haben sich auf den Weg dorthin begeben.

„Das sind richtig viele“, sagt Schuldezernentin Anne Janz. Im hessischen Vergleich stehe Kassel damit ganz vorn. Sie freut sich über die „enorme Dynamik der Entwicklung“. Bei den Essen in den Schulmensen seien „absolute Steigerungen“ zu verzeichnen.

Einen Schub hat die Mensa-Entwicklung durch das Konjunkturprogramm bekommen. Das Geld hat die Stadt Kassel vor allem in ihre Schulgebäude und damit auch in die Mensen investiert. Darüber hinaus sei der Ausbau von Ganztagsangeboten an Schulen vordringliches Ziel.

Bis heute gibt es in der Stadt Ganztagsschulen in drei unterschiedlichen Stufen: Die pädagogische Mittagsbetreuung, also nur ein Mittagessen, bieten 17 Schulen an. Als offene Ganztagsschulen, die zum Teil auch Nachmittagsunterricht und -angebote auf dem Plan haben, bezeichnen sich sieben Schulen. Weitere sieben sind gebundene Ganztagsschulen mit regulärem Nachmittagsunterricht.

Insgesamt handelt es sich bei den Schulen mit Mittagstisch um neun Grundschulen, drei Verbundschulen, sieben Förderschulen sowie um sämtliche acht Gesamtschulen und vier Gymnasien der Stadt. Diese Schulen haben nach Auskunft von Gabriele Steinbach, der Leiterin des Schulverwaltungsamts, alle entsprechende zusätzliche Stellen aus dem „Ganztagsprogramm nach Maß“ oder aus älteren Ganztagsprogrammen des Landes bekommen. Im nächsten Schuljahr kommt die Grundschule Bossental hinzu, im Schuljahr 2012/13 folgt die Luisenschule. Neun Grundschulen stehen auf der Warteliste.

Noch nicht gemeldet haben sich laut Steinbach die Grundschulen Schule am Warteberg, die Auefeldschule, die Dorothea-Viehmann-Schule, die Grundschule Harleshausen, die Herkulesschule, die Schule Jungfernkopf, die Schule Königstor und die Wilhelm-Lückert-Schule als Förderschule.

Ob Nachmittagsunterricht oder -betreuung angeboten werden, hängt von der personellen Situation an den Schulen ab. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe, den Horten und Vereinen. Die Stadt hat die Koordinierung und Moderation übernommen, sagt Janz. Jede Schule mit Ganztagsangeboten wird mit 5000 Euro pro Jahr unterstützt.

Von Christina Hein

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