Blick hinter die Kulissen

10.000 Besucher beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr

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Vorführungen auf der Gießbergstraße: Das brennende Mobiliar in einem feuerfesten Container wurde von der Feuerwehr gestern gleich drei Mal gelöscht.

Der Tag der offenen Tür in der Feuer- und Rettungswache 1lockte am Sonntag 10.000 Besucher an die Wolfhager Straße.

In der Gießbergstraße brannte es am Sonntag gleich drei Mal. Lichterloh. Sessel, Stühle und Tische fackelten in einem Wohnzimmer ab. Und Hunderte von Menschen guckten auch noch zu.

Das lag daran, dass die Brände von der Feuerwehr bewusst gelegt worden waren. Anschließend demonstrierten die Einsatzkräfte, wie schnell sie solch einen Zimmerbrand wieder löschen können. Etwa drei Minuten dauerte das. Natürlich hatte kein echtes Zimmer in einem Haus gebrannt, sondern die Einsatzkräfte hatten das Feuer in einem feuerfesten Container gelegt, die Möbel kamen vom Sperrmüll.

Das war nur eine Attraktion beim Tag der offenen Tür in der Feuer- und Rettungswache 1 an der Wolfhager Straße, den im Laufe des Tages schätzungsweise 10 000 Menschen besuchten, um hinter die Kulissen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Leitstelle zu blicken. Sie konnten auch beobachten, wie die Einsatzkräfte eine Person mit einer Drehleiter von einem Dach retteten.

Unter den Besuchern waren sehr viele Kinder, die sich von den Fahrzeugen und ganzen Gerätschaften sehr begeistert zeigten. Viele der jungen Feuerwehrfans konnten ihre Eltern oder Großeltern überreden, ihnen doch einen kleinen Feuerwehrhelm zu kaufen.

Gefragt war auch der Rettungswagen, in dem Dominic Fenske vom Rettungsdienst Rede und Antwort stand. Und sehr oft Blutdruck messen musste. Denn die meisten Kinder wollten sich zumindest ein Mal auf die Trage legen. „Das ist ein gutes Gefühl“, erklärte die achtjährige Lotta. Fenske war auch mit ihren Blutdruckwerten (114/70) sehr zufrieden.

Die Besucher erfuhren auch, dass in Deutschland jedes Jahr knapp 6000 Kinder und Jugendliche durch Verbrennungs- und Verbrühungsunfälle so schwer verletzt werden, dass sie in einem Krankenhaus behandelt werden müssen.

Um diese brandverletzten Kinder kümmert sich der Verein „Paulinchen“. Mitglieder des Vereins informierten über ihre Arbeit und verkauften Teddybären. Der Erlös geht an den Verein, der auch mit Präventionskampagnen vor Unfallgefahren warnt. Die häufigste Unfallursache bei kleinen Kindern unter fünf Jahren sind Verbrühungen durch heiße Flüssigkeiten.

Viele Besucher wollten von Thomas Schmidt, kommissarischer Abteilungsleiter für Einsatz und Organisation, wissen, wie viele Menschen bei der Feuerwehr arbeiten. Rund 300, darunter 260 Einsatzbeamte. Auch die Feuerwehr suche dringend Nachwuchs, so Schmidt. Mittlerweile gebe es die steigende Tendenz, dass junge Menschen, die sich bei der Freiwilligen Feuerwehr engagieren, später zur Berufsfeuerwehr gehen.

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