KVV und Verdi einigen sich

Sparmaßnahme: So bauen KVG und Stadtwerke Kassel 350 Stellen ab

+
Zu den KVV Kassel gehört die KVG mit ihren Straßenbahnen und Bussen, Stromtankstellen, wie hier am Friedrichsplatz, und Bäder wie das Auebad.

Kassel. Der Stadtkonzern Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) will Kosten senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben. 350 Arbeitsplätze sollen in den nächsten Jahren abgebaut werden.

Der Konzert beschäftigt derzeit 1900 Mitarbeiter. Konkrekt will er seine Kosten künftig um etwa 27 Millionen Euro jährlich senken. Dabei soll auch Personal abgebaut werden, wie die KVV schon im August mitgeteilt hat. Das sind die Eckpunkte eines Vertrags, den die Geschäftsführung der KVV mit der Gewerkschaft Verdi geschlossen hat.

Der Vertrag sieht vor, dass alle Veränderungen ohne betriebsbedingte Kündigungen erreicht werden. Die Absicherung für die Beschäftigten der Stadtwerke, der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG), des Müllheizkraftwerks und der Netcom-Gesellschaft für Telekommunikation schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2026 aus. 

Scheidende Mitarbeiter sollen nicht ersetzt werden 

Der Personalabbau soll vor allem dadurch erfolgen, dass Mitarbeiter, die in Rente gehen oder aus privaten Gründen den Job wechseln, nicht mehr ersetzt werden. Zudem wird überlegt, Mitarbeitern Geld anzubieten, wenn sie freiwillig ausscheiden. Und befristete Arbeitsverhältnisse sollen nicht verlängert werden.

Nach Abschluss des Sicherungsvertrags, über den seit August mehrere Wochen verhandelt worden war, soll nun auch der Interessenausgleich für die geplanten Einsparungen verhandelt werden. Diese Verhandlungen sollen bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Die Kostensenkung von 27 Millionen Euro jährlich wird dann schrittweise bis 2022 erfolgen.

KVV-Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) zeigt sich erfreut über die tarifliche Einigung. „Eine dauerhafte, stabile Beschäftigungslage in einem wirtschaftlich erfolgreichen KVV-Konzern ist für das Unternehmen, aber auch für den Wirtschaftsstandort Kassel eine gute Perspektive“, sagt Geselle. Scharfer Wettbewerb und steigende Kosten machen den Unternehmen unterm Konzerndach zu schaffen.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.